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	<title>von Berlin bis Bogota</title>
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		<title>Cabo de la Vela/Kolumbien</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 09:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[mehr Fotos Hier Ihr Lieben, nachdem ich endlich meine Bewerbung für die Akademie beisammen und abgeschickt habe, hab ich endlich etwas Zeit euch wieder zu schreiben. Unter findet ihr meinen neusten Bericht. Ich weiß, es geht nur leidlich voran. Aber &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/07/09/cabo-de-la-velakolumbien/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=256&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mehr Fotos <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=236510&amp;id=813620617&amp;l=75dc5b2c10">Hier </a></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-258" title="DSC_0361" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_03611.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0361" width="300" height="199" /></p>
<div>Ihr Lieben,</div>
<div><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">nachdem ich endlich meine Bewerbung für die  Akademie beisammen und abgeschickt habe, hab ich endlich etwas  Zeit euch wieder zu schreiben. Unter findet ihr meinen neusten Bericht. Ich  weiß, es geht nur leidlich voran. Aber von fast drei Monaten sind jetzt nur noch  knapp 3 wochen übrig.</span></div>
<div><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Bericht:</span></div>
<p style="margin-bottom:0;">Nachdem wir lange nach Dunkelheitsanbruch in  Taganga angekommen waren, stolperten wir etwas verloren über den dortigen  Strand. Taganga liegt ca. 10 Minuten von Santa Marta entfernt in einer kleinen,  sehr hübschen Bucht. Hier waren offensichtlich alle sonst so selten gesichteten  Touristen untergebracht. Dank einem dreitägigen Tauchkurs plus internationalem  Tauchschein für läppische 80 Dollar ist Taganga ein besonders beliebtes Ziel.  Für uns allerdings nur Zwischenstation. Tanner und seine Freunde hatten sich  hier eine Wohnung genommen, um einige Tage hier zu bleiben und tauchen zu  lernen. Wir kamen um Alexis und Tim, zwei seiner Freunde abzuholen, die uns in  die Wüste begleiten wollten. Die Wüste Cabo de la Vela liegt im Trockenland La  Guajira im äußersten Nordosten Kolumbiens das im Westen, Norden und Osten an den  Atlantik grenzt. Im Südosten liegt die Grenze zu Venezuela.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-259" title="DSC_0374" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_0374.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0374" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nun waren wir aber erst einmal hier. Wie es das  Glück so wollte, fand sich nach 6 Stunden anstrengendster Fahrt auch noch kein  Hostel mehr. Wie Joseph und Maria wanderten wir also über den dunklen Strand auf  der Suche nach den Jungs, die nicht wie vorher abgesprochen im Casa Blanca  untergekommen waren. Sehr untestamentarisch flitzte plötzlich ein spärlich bis  eigentlich gar nicht bekleidetet junger Mann an Joseph und Maria vorbei in ein  Haus direkt am Strand, dicht gefolgt von einem weiteren nicht üppiger  bekleideten Flitzer.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-260" title="DSC_0429" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_0429.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0429" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich weiß nicht wie und was wir in der Dunkelheit  erkannt haben, aber es waren DIE Jungs. Wer die zwei Exipitionisten der Truppe  waren, behalte ich für mich.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie hatten sich eine sehr schöne kleine Wohnung  mit Terrasse am Strand geleistet, auf deren Boden Gawain und ich tatsächlich  einigermaßen gemütlich zu schlafen kamen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-261" title="DSC_0349" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_0349.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0349" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Morgen ging es weiter. Mit dem Taxi  nach Santa Marta und von dort mit dem öffentlichen Bus nach Riohacha, der  Hauptstadt der Provinz la Guajira. Dort sollten wir und mit Fernando in  Verbindung setzten, dessen Kontakt uns Rafael, ein Freund der Herreras  (Santiagos Familie) organisiert hatte. In der Sekunde als wir Rafael erzählt  hatten, dass wir nach La-guajira führen, hing er bereits am Telefon und  arbeitete einen Plan für unsere Reise aus. Immer fielen Wörter wie Leibwächter  und Schutzmaßnahmen, was uns nun sehr gespannt darauf machte, was jetzt kommen  würde. In Riohache, einer ziemlich scheußlichen und angeblich nicht minder  gefährlichen Stadt angekommen, riefen wie also Fernando an, der uns abholen und  zum Mittagessen ausführen wollte. So standen wir also gerade wie die Packesel am  Busbahnhof als ich plötzlich im Auto neben mir Dorothea, Martas Freundin und  Mutter von Manuela sitzen sehen. Ich machte mich bemerkbar und eh wir uns  versahen, verschwanden wir in großzügigen Umarmungen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-262" title="DSC_0395" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_0395.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0395" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Innerhalb weniger Minuten erschienen von  irgendwoher auftauchend immer mehr ihrer Freunde und Verwandte. Man war  unterwegs von der Hauseigenen Farm zu einem Indianerdorf, dass es zu besichtigen  galt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Während eines Club Columbia, dem sehr grausligen  Cola- Ersatz vor Ort, wurden wir mit Fragen beschossen und mal wieder von allen  Seiten zu den abenteuerlichsten Dingen geladen. Am interessantesten schien uns  dabei eine Farm, knapp eine Stunde von Riohacha entfernt. Direkt am Meer, in  Besitz von Dorotheas Vetter Jaime (Chaime).</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir beschlossen nur kurz in Cabo de la Vela zu  bleiben und ihn danach zu kontaktieren.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Einige Zeit später tauchte Fernando, ein  dicklicher Mann um die 40 mit einem leichten Respirationsproblem, auf.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-273" title="DSC_0420" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_04201.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0420" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Er brachte uns in seinen, für Riohache  Verhältnisse, Palast. Dort lungerten drei Soldaten bis an die Zähne bewaffnet  vor der Haustür und im Innenhof saßen vier weitere Männer, von denen sich nicht  rausfinden ließ, was sie dort taten. Fernandos Haus erinnerte mich enorm an  solche, die ich im Libanon gesehen hatte. Sehr bedacht darauf europäisch zu  wirken und dabei so überladen und die Grenzen der Geschmacklosigkeit deutlich  überschreitend. So mussten wir in der Anwesenheit von Fotografien seiner 17  Jährigen Tochter, die in sexy Schuluniform und mit dunkel umrandeten Lippen  posierte, unser Essen auf einem schweren Holztisch mit schwarzen Rosenintarsien,  genießen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-274" title="DSC_0508" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_05081.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0508" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Während des Mittagessens stellte sich heraus, das  Fernando so etwas wie der Tourismus Beauftragte der Region ist. Wir erläuterten  ihm kurz, wie wir uns unseren Trip vorgestellt hatten und kurze Zeit später  parkte ein dunkler Geländewagen vor der Tür, um uns mitzunehmen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Mit unserem persönlichen Fahrer, nennen wir ihn  Juan, ging es also los Richtung Wüste. Nicht ohne, dass mir der Familienvater  Fernando noch einmal zu verstehen gegeben hat, dass ich gerne immer wieder  kommen dürfte aber nur alleine. Uärgs.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Von der Fahrt lässt sich wenig erzählen,  schließlich handelt es sich um eine Wüste.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Cabo de la Vela stellte sich als das Mallorca  Kolumbiens heraus. Eigentlich besteht es ausschließlich aus einem langen  Wüstenstreifen, der im Meer endet. Hier wohnen in Hütten und Hängematten  massenhaft venezuelanische Touristen, die sich Nachts mit Aquadiente besaufen  und tagsüber in der Sonne braten. Alles schon gesehen. Wir beschlossen am  nächsten Morgen eine kleine Lancha zu mieten um die berühmten Riesenschildkröten  und sonstige Sehenswürdigkeiten abzuklappern.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach einem köstlichen Fisch legte ich mich in  meine Hängematte und schlief sofort ein, während die Jungs ihre deutschen Gene  nicht unter Kontrolle halten konnten und noch einmal los zogen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-275" title="DSC_0499" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_04991.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0499" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Unsere Bootstour am nächsten Tag stellte sich als  grausig langweilig und mühsam heraus. Die Schildkröten hatten keine Saison und  die sonstigen Attraktionen waren eine von Möwen zugeschissen Insel von drei qm  und ein nicht weniger attraktiver Strand. An letztem mussten wir zudem knapp  drei Stunden verbringen bis unser Kapitän den sprotzelnden Motor wieder zum  laufen gebracht hatte. Während dessen schwamm sein Kollege im Kreis um mich  herum und gab vor Deutsch von mir lernen zu wollen. Ein ganz mieser Trick, der  nie funktioniert und immer wieder gerne angewandt wird. Endlich wieder an Land,  baten wir Juan, wieder zurück fahren zu dürfen. Auf dem Weg besuchten wir die  angeblich beeindruckenden Salzgewinnungsanlagen, deren einziger Reiz ein Foto  vor einem Berg Salz war, das so aussah, als hätten wir ein großes  kolumbianisches Koks- Nest ausgehoben.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-276" title="DSC_0562" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_05621.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0562" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Weiter ging es zu den berühmten Flamingos, auf die  wir vor lauter Enttäuschungen schon gar nicht mehr gespannt waren. Doch weit  gefehlt. Mit einem ortskundigen Ranger stiefelten wir einige hundert Meter ins  Watt, wo hunderte Flamingos standen, als wüssten sie, dass wir kommen würden.  Geduldig blieben sie auf einem Beinchen stehen, bis ich alle Fotos geschossen  hatte und hoben sich anschließend in einem beeindruckenden Schwarm in die Höhe.  Der Sonnenbrand hat sich gelohnt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-277" title="DSC_0543" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_05431.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0543" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Als uns Juan dann einige Zeit später in einem  Hostel in Riohache absetzte, waren wir doch sehr froh, den Trip unternommen zu  haben, zumal es so aussah, als müssten wir tatsächlich nicht dafür zahlen. Ein  Frühstück mit dem unangenehmen Stelzbock Fernando hatten wir allerdings noch vor  uns.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-278" title="DSC_0448" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_04481.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0448" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Da saßen wir also, mitten in riohacha, nicht  gerade eine der ungefährlichsten Städte Kolumbiens und ich wäre zu gern in die  Mitternachtsmesse gegangen, es war nämlich Oster Samstag. Aber mich auf dem Weg  in die Kirche erschießen zu lassen, da hat ja keiner was von.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-279" title="DSC_0552" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_05521.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0552" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten morgen sagte uns Fernando zu unserer  großen Erleichterung ab. Zum einen erleichtert, weil wir doch Angst vor einer  Rechnung hatten zum anderen war ich froh nicht mehr freundlich lächelnd auf  Witze antworten zu müssen, die mir eigentlich zu weit gehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-281" title="DSC_0521" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_05211.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0521" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Das war nun ein recht kurzer Bericht dafür geht’s  jetzt erst richtig los&#8230;</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-280" title="DSC_0516" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/07/dsc_05161.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0516" width="300" height="199" /></p>
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		<title>Video-Doku &#8216;Ringen&#8217; Ausstellungseröffnung Cream Contemorary</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 07:17:04 +0000</pubDate>
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		<title>Kolumbien-Out of Hostel/Cartagena 2</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 14:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cartagen out of Hostel]]></category>

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		<description><![CDATA[mehr Bilder hier nachdem ich von der Schweingrippe geheilt bin und mich wieder ein bisl eingefunden habe, versuche ich nun endlich auch meine Berichte fertig zu stellen. Ich sehe natürlich ein, dass diese ohnehin nicht für jeden relevanten Texte mit &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/06/05/out-of-hostelcartagen-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=161&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">mehr Bilder <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=232838&amp;id=813620617&amp;l=953b5c16c1">hier</a></span></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-167" title="DSC_0001" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0001.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0001" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"> </span></p>
<p>nachdem ich von der Schweingrippe geheilt bin und mich wieder ein bisl eingefunden habe, versuche ich nun endlich auch meine Berichte fertig zu stellen. Ich sehe natürlich ein, dass diese ohnehin nicht für jeden relevanten Texte mit Aktualitätsverlust nicht spannender werden, es werden allerdings in Kürze auch keine unangekündigten Tests stattfinden. Es sei euch erlaubt diese Mail ungeachtet meiner Gefühle in den Papierkorb zu verschieben. Für diese, die sie gerne lesen möchten&#8230;.<br />
Endlich hatten wir uns also einmal anders als nur  im Taxi, das hier einfach so unverschämt günstig ist, fortbewegt. Schmutzig und  ohne einen peso in der Tasche stiegen wir aus dem Bus als könne uns niemand mehr  etwas vormachen. Wir hatten alles gesehen- Blut, Staub, Schweiß- so reist man in  Südamerika. Einige Stunden später sollten wir eines Besseren belehrt werden.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Angekommen im Hostel stellten wir fest, dass uns  Marta mit emails bombadiert hatte. Eigentlich hatten wir nämlich vor Manuela und  Santiago (wir erinnern uns, Tochter von Martas Freundin Dorothea und ihr Freund)  in Cartagena zu treffen. Santiagos Eltern besitzen eine Wohnung in den schon  erwähnten grausig grauen Hochhäusern und waren über die Semana Santa nach  Cartagena gekommen. Die Nummer die wir von den beiden hatten, funktionierte aber  leider nicht und sie konnten uns nicht erreichen, weil wir kein Handy hatten.  Also ging man davon aus wir seien bereits von Kannibalen gefrühstückt worden  oder mit zehn Kilo Koks im Magen auf dem Weg nach New York wo man uns an den  örtlichen Dealer verkaufen würde. Das wir wahrscheinlich gerade kurz eben daran  vorbei geschliddert waren, war uns zu diesem Zeitpunkt gar nicht klar. Auf  Martas verzweifelte emails hin unternahmen wir ein weiteres mal den Versuch die  beiden anzurufen. Praktischerweise stehen in Kolumbien an jeder Ecke Menschen  mit 5-6 Mobiltelefonen an einer Leine. Diesen gibt man einige Peso und darf  dafür damit telefonieren. Sehr praktisch und sinnigerweise billiger als mit dem  eigenen anzurufen. Endlich ereichten wir sie und verabredeten uns auch flux zum  Abendessen. Für Uschi und mich stand natürlich fest, ein weiteres Mal genau den  gleichen (nicht selben) Fisch zu essen, den wir in den letzten vier Tagen schon  dreimal vertilgt hatten. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><img class="alignnone size-medium wp-image-170" title="DSC_0056" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0056.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0056" width="300" height="199" /><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Bei dem Gedanken in einem gefließten  Arbeiterstübchen bei Neonlicht Fisch für 11000 Peso zu essen, schienen Santiago,  Manuela und ihre Freunde Alejandra und Juan, wenig angetan. Eh wir uns versahen  saßen wir doch tatsächlich mitten in Cartagena im Sushi- Restaurant und putzen  da Speisen im Wert von zwei Nächten im Hostel weg; das ich am Ende natürlich  nicht satt war, versteht sich.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Anschließend nahmen uns die vier in ihrem  schnieken allradbetriebenen Geländewagen mit zu ihrer Wohnung. Ihr Reich,  beschreibt es wohl besser. Wir sprechen von einer um die 150 qm großen Wohnung.  Umgeben von einer etwa gleich großen Terasse auf der sich ein kleines aber sehr  feines Pool befindet. Hier war jede Kachel sauberer und wertvoller als unser  schäbiges Backpackeroutfit. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Da ich mir sturr in den Kopf gesetzt hatte endlich  meinen ersten Bericht zu Ende zu führen, setzte ich mich mit meinem kleinen  Wunderlaptop, wir nennen ihn Curt, auf ein Sofa und schrieb endlich, während die  anderen bei Gin tonic aufs Meer schauten. Ich möchte dies ganz besonders  hervorheben, weil es mein Liebe zu euch betont.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><img class="alignnone size-medium wp-image-176" title="DSC_0016" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0016.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0016" width="300" height="199" /><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Wie auch immer, wir blieben über Nacht. Das ging  vielleicht etwas schnell aber es fühlte sich richtig an. Spätestens als ich im  runtergekühlten klimatisierten Schlafzimmer unter die dicken Daunen schlüpfte  während es draussen sogar Nachts heißer ist als bei uns in der Sauna.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Am nächsten Morgen begrüßte uns bei einem üppigen  Frühstück eine grad so üppige Haushälterin und Santiagos Mutter, der es egal zu  sein schien ob nun vier oder sieben Jugendliche ihr Haus belagerten. Santiagos  Vater schien das noch nicht einmal zu bemerken. Der folgende Tag gestaltete sich  zu einem triatlon : laufen zum Kühlschrank, schwimmen im Pool und lesen auf der  Terasse. Bald waren auch schon unsere Sachen aus dem Hostel geholt und wir zogen  feierlich in unser neues Zuhause ein. Auch die nächsten Tage unterschieden sich  thematisch wenig von dem ersten, was sich auch auf das Essen bezieht. Die dicke  Haushälterin hatte nämlich die Angewohnheit alles was sie zubereitete vom  Würschtl bis zur Kochbanane in Coca cola zu braten- was sich mir bis jetzt noch  nicht ganz erschlossen hat. Es schmeckte grausig und nur Gawain war hoch  vergnügt mit dieser Sauerei.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><img class="alignnone size-medium wp-image-180" title="DSC_0059" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0059.jpg?w=199&#038;h=300" alt="DSC_0059" width="199" height="300" /><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Gleich am zweiten Abend beschlossen Santiagos  Eltern ein Barbecue zu geben. Zu unseren Ehren wäre vielleicht ein wenig  übertrieben, aber wir waren dabei. Das Bizare daran war jedoch, dass wir uns um  sechs Uhr abends ins Bett legten um dann um vier Uhr nachts wieder aufzustehen  und Burger zu essen. Mitten in der Nacht standen also knapp 25 Personen, gehörig  angetrunken und Burger essend auf der Terasse während auf dem Flat screen das  Musik Video von Fernando Vegas lief. Einem alternden Mexikanischem Barden, der  im Sombrero vierzig Jahre jüngeren Mädchen den Hof macht während er zur Ukulele  von Liebe und Verlust trällert. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Man war verwundert, aß aber artig Burger.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Der darauf folgende morgen wurde in der Hängematte  oder auf einem schwimmenden Stuhl im Schwimmbad begangen.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Am nächsten Tag hatten Santiagos Eltern gemeinsam  mit ein paar Freunden ein Boot gemietet mit dem wir zu den vor Cartagena  gelegenen Insel fahren wollten, wo auch Baru liegt. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Am Hafen trafen wir auf knapp dreißig schnatternde  Muttis, kreischende Kinder und coole Jugendliche, die sich gemeinsam auf ein  Boot begaben. Eines dieser klassischen Ausflugsboote mit Sitzreihen. Bevor der  Motor angeschmissen wurde hatten die Männer bereits den Wiskey aus der Eisbox  genommen und fingen munter an der Seekrankheit zu trotzen. Nicht so die Uschi,  der auch ohne Wiskey sofort schlecht wurde und die daraufhin sofort von einem  wohlmeinenden kolumbianischen Mutterbusen an den nächsten gedrückt wurde.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><img class="alignnone size-medium wp-image-182" title="DSC_0331" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0331.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0331" width="300" height="199" /><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Nach einiger Zeit kamen wir an einen wuselnden  Strand der unserem &#8216; mc- drive&#8217; entspricht. Hier hatte sich jeder zwischen  gebratenem Fisch und Languste zu entscheiden, die uns dann später zum Strand  unserer Wahl geliefert wurden. Dieser war ein hübscher, kleiner, weißer  Sandstrand mit Palmen und eisblauen Meer. In dem saßen wir dann und aßen  Langusten als wär das nunmal so.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Auf der Rückfahrt lagen die Uschi und ich auf  unseren Bäuchen hinten auf dem Boot und schriehen, zu hellen Freude der  betrunkenen Männerschaft, bei jeder Welle, die uns jedes Mal komplett  durchnässte, hell auf. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Zu Hause angekommen stellte sich heraus, was jeder  von uns schon lange vorher hätte merken können. Wir alle, inklusive der  Kolumbianer, waren so rot wie die noch eben vertilgten Langusten. Nach  Alejandras Anweisung besorgten wir uns Leche de Magnesio- Magnesiummilch (gibt’s  in DE nicht) und behandelten unsere roten Hintern und Wangen damit. Das zeug  trocknet auf der Haut und soll dort bis zum nächsten Morgen bleiben. Das man  ausschaut als habe man in Kalk (oder Berliner Leitungswasser) gebadet soll einen  dabei möglichst nicht stören. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Auch den Gawain, der ununterbrochen vom  chininhaltigen Tonic Water spricht, das man nun seiner Meinung nach trinken  sollte, ignoriert man besser.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><img class="alignnone size-medium wp-image-184" title="DSC_0179" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0179.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0179" width="300" height="199" /><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Nach einer schmerzreichen Nacht und einem ebenso  schmerzerfüllten Vormittag, verabschiedeten sich Gawain und ich. Nicht nur von  unseren neuen kolumbianischen Freunden sondern vor allem auch von unserer Uschi,  die wieder zurück nach Argentinien musste. So waren wir nach nun 7 Wochen das  erste Mal allein. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Nach langem hin und her hatten wir endlich einen  Preis für ein Sammeltaxi ausgehandelt. Das sind Privatautos, welche täglich  bestimmte Strecken abfahren und hier und dort Leute mitnehmen oder abwerfen. Sie  fahren gewöhnlich wie Selbstmordattentäter und quälen einen dabei mit einer  unverschämt kalten Klimaanlage und ihrem grausamen Musikgeschmack. Immer wieder  halten sie an den erstaunlichsten Stellen und klingeln einen kleinen Jungen mit  einem Benzinkanister heraus. Der saugt dann einmal an einem Schlauch und tankt  so das Auto auf. Wir haben auch einmal miterlebt wie dem armen Kleinen die ganze  Sauerei in den Mund und das Gesicht gelaufen ist. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><img class="alignnone size-medium wp-image-186" title="DSC_0205" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0205.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0205" width="300" height="199" /><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Aus welchen Gründen auch immer führen diese Fahrer  eine peinlich genaue Passagierliste in die man sich eintragen muss. Dagobert  Duck (Gawain) und Xenia Göttin des Feuers (Louisa) stand allerdings einmal fast  das Herz still als eine Soldatenpatrouille alle Pässe kontrollierte und mit der  Passagierliste verglich. Unsere eigentlichen Namen hören sich aber nicht minder  albern an und so ließ man uns passieren.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Angekommen an unserem Ziel Taganga&#8230;. und das ist  eine andere Geschichte.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><br />
</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/louisaloewe.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/louisaloewe.wordpress.com/161/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=161&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kolumbien-Pueblo Baru auf den Islas Rosarias</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 12:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pueblo Baru]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[mehr Bilder hier um acht Uhr morgens, einer für kolumbianische Verhältnisse nicht sehr frühen Zeit, da es um sechs Uhr abends bereits dunkel wird, machten wir uns auf den Weg. Mit einem Taxi fuhren wir zum Mercado, wo wir ein &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/04/15/pueblo-baru-auf-den-islas-rosarias/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=94&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="color:#ff0000;">mehr Bilder</span> <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=232845&amp;id=813620617&amp;l=9d43f57117">hier</a></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-95" title="DSC_1081" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1081.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1081" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">um acht Uhr morgens, einer für kolumbianische Verhältnisse nicht sehr frühen Zeit, da es um sechs Uhr abends bereits dunkel wird, machten wir uns auf den Weg. Mit einem Taxi fuhren wir zum Mercado, wo wir ein heilloses Durcheinander vorfanden. An hunderten von Ständen boten Händler alles von der Schuhsole bis zum Fisch feil, was auch bedeuten konnte, dass die Schuhsole neben dem Fischkopf ihren Platz fand. Es war unwahrscheinlich dreckig und stank., Grenouille hätte sich hier wohl gefühlt. Am Ufer lagen ungefähr zehn lanchas vor Anker die sich langsam mit geduldig aufs Wasser und den Markt glotzenden Passagieren füllten. Eine Lancha legt immer erst ab, wenn sie voll ist. Voll hier würde im deutschen wohl heillos überfüllt heißen und bis dieser Zustand erreicht ist, dauert es immer ein Weilchen. Wir fragten uns also durch und gerieten an einen etwas zwielichtigen Gesellen dessen Unterlippe ganz blau angelaufen war, weil er ununterbrochen hektisch an einem Kugelschreiber herum kaute. Diese Angewohnheit stellte sich für uns später als sehr nützlich heraus denn in diesem Ameisenhaufen sahen alle gleich aus. Er führte uns zu einer Lancha und kassiert ab. Slebstverständlich mussten wir ihn erst einmal vom Touristenaufschlag abbringen. Tatsächlich scheint es aber wirklich verboten zu sein, Touristen in diesen Booten zu transportieren. Würden wir uns bücken sobald ein Polizeiboot heranführe, solle das aber kein Problem sein versicherte uns Blaulippe. Zwischen einer Mutter mit schreiender Göre und einem jungen Mann mit einem geschorenen Hahn im Beutel eingequetscht, wartete ich auf den Start. Dieser Verzögerte sich, weil wir noch drei mal in ein anderes Boot umgeladen wurden, wo man uns jedes Mal wieder abkassieren wollte. Endlich ging es los Richtgung Pueblo Baru.Auf dem Weg passierten wir nicht nur die deutsche Marine, was auch immer die da zu suchen hat, sondern auch den Playa Blanca. Der beliebte Urlauberstrand wimmelt vor fäschen schwarzen Damen die dich ununterbrochen mit Ölen einreiben und massieren wollen. Wer bei einer solchen Hitze tatsächlich das Bedürfniss hat von öligen Händen durchgeknetet zu werden, hat sich bereits zu lange der Sonne ausgesetzt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-96" title="DSC_1139" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1139.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1139" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Mitten auf hoher See beschloss unser Fahrer dann plötzlich, sein Taschengeld etwas aufzufrischen und behauptete frech er müsse nach Pueblo Baru noch einmal den gleichen Preis berechnen oder uns bei der näcsten Insel rauskicken. In dem Fall wären wir wohl nie wieder nach Hause gekommen und ich wäre, da zu 90 %  aus Dulce de Leche bestehend, als erstes den Kanibalen zum Opfer gefallen. Trotzdem wollten wir uns Das nicht gefallen lassen. Wir ließen unseren Mexikanischen Freund Carlos, der witzigerweise genauso aussieht wie Kater Karlo, auf den dreisten Kapitän los. Tüchtig von uns angefeuert hackte er ihn verbal in Stücke und er knickte ein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach ca. einer Stunde Fahrt  bogen wir plötzlich in einen Mangroven Wald ein. Durch einen schmalen Durchgang fuhren wir weiter bis zu einer großen &#8216;Lichtung&#8217;. Hier fand sich gut versteckt Pueblo Baru. Am Ufer reparierten Fischer ihre Boote und kleine Kinder liefen halb nackt durch die Gegend und forderten einen unaufhörlich dazu auf, Fotos von ihnen zu machen. Zwar gibt es einige solide richtige Häuser dort aber die meisten würde man wohl eine Hütte nennen. Witzig ist, dass wie weit man hier auch vom Festland entfernt ist und wie &#8216;ursprünglich&#8217; es in Baru auch aussehen mag, trotzdem überall große Coca Cola Schilder angebracht sind. Wie es diese Marke geschafft hat bis  in den letzten Winkel der Welt vorzudringen, können die Jesuiten nur vor neid erblassen. Nach einem köstlichen Fisch im einzigen Restaurant des Dorfes bezahlten wir einen der Fischer uns an den berühmten Playa de los muertos zu bringen. Das hört sich nach Krematorium an ist aber ein wunderschöner einsamer karibischer Strand. <img class="alignnone size-medium wp-image-97" title="DSC_1260" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1260.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1260" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Dort tauchte dann auch später unser französischer Freund aus der Agentur mit seiner kolumbianischen Perle auf.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Die beiden waren auch bei Susanna, der Dorfvorsteherin bei der auch wir uns ein Plätzchen reserviert hatten, untergebracht. Als es später wurde, verschwanden Tanner und seine Jungs mit einer Lancha wieder zurück ans Festland von wo si am nächsten Tag aus weiterreisen wollten. Uschi, Gawain und ich wollten allerdings über Nacht bleiben. In Susannas etwas klappriger Hütte bezogen wir das Kinderzimmer, die wiederum bei ihrer Mutter übernachteten und aßen zum Abendessen, wie kann es anders sein, Fisch mit cocosreis.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach dem Abendessen setzten wir uns raus auf den Hauptplatz, das heißt eine große staubige Fläche zwischen den Häusern über die ab und an ein Schwein oder Esel läuft. Hier findet jeden Samstag ein Fussballspiel statt zu dem sich eine erstaunlich große Menge an Kindern und Jugendlichen einfindet. Während die Jungs auf dem Platz ihre Männlichkeit unter Beweis stellen, stehen die Mädchen giggelnd am Spielfeldrand und tratschen. Wir träumten natürlich gleich davon einen dieser marradonas einzupacken, zu managen und für immer ausgedient zu haben.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-100" title="DSC_1344" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1344.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1344" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach dem Fussballspiel  streunten die Kinder durch die Straßen während ihre Eltern der traditionellen Samstag Abendunterhaltung nachgingen. Für die Mütter bedeutete das Bingo- Spielen mit Maiskörnern während die Männer zum Hahnenkampf gingen. Man kann sich ausrechnen, dass es uns eher zum Hahnenkampf zog. In einer kleinen Betonarena wurden immer wieder aufs Neue zwei Hähne für mehrere Minuten dazu angeheizt sich zu bekämpfen. Dazu werden sie großflächig geschoren und mit Zitronen eingerieben. Das scheint so unangenehm zu sein, dass sie agressiv werden und aufeinander losgehen. Damit es zu einer eindeutigen Entscheidung kommt und sicherlich um den Blutdurst der Zuschauer zu befriedigen, bekommen die armen Viecher kleine Stachel an die Hühnerbeinchen geklebt. Damit hacken sie sich dann zu Tode. Nach wenigen Sekunden sind die Kämme weg und mindestens einer wankt schon gehörig. Segnet dann endlich einer von beiden das zeitliche ist das grausame Spektakel zu Ende. Unten um den Ring sitzen die Dorf- dons und schmeißen Scheine in die Arena während sie lautstark ihren Favouriten anfeuern. Um diesen Kreis herum sind sehr windschiefe, klapprige Holzgerüste aufgebaut auf denen sich das schaulustige Volk, welches Blut sehen aber nicht wetten will, tummelt. Darunter wir. Wenn die Zeit auf der Küchenuhr, die von der Decke baumelt endlich abgelaufen ist, aber beide Kandidaten noch am Leben sind, geht der Kampf unentschieden aus. Anschließend strömen alle hinaus und beobachten wir das nächste Paar vermessen, gewogen und vorgeführt wir bevor es sich gegenseitig umbringen darf. Ein grausiger Brauch den weder Uschi noch ich uns lange antun konnten. Gawain als Mann und Franzose ist da natürlich nicht so zimperlich. Weiter hinten im Dorf spielte in einer open-air &#8216;Disco&#8217; eine kleine Stereoanlage Lieder die ich seit den neunzigern nicht mehr gehört hatte was aber niemand davon abhielt die Hüften zu schwingen. Als wir dann später auf unser Lager fielen spielte die Musik immernoch und das bis in die frühen Morgenstunden.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-104" title="DSC_1497" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1497.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1497" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Morgens aßen wir zum Frühstück Tamale eine gefüllte und fritierte Teigtasche, die meiner Meinug nach zu allem aber nicht zum Frühstück angebracht ist. Während ich also versuchte mir um neun Uhr morgens diesen Fettklos runterzuwürgen, unterhielten wir uns mit der kolumbianischen Freundin unseres französischen Agenturbekannten. Nennen wir sie Maria. Sie studiert auch in Bogota. Dort allerdings an einer staatlichen Uni deren Aufnahmetest sehr happig ist und wo man sich für gewöhnlich keinen Abschluss kaufen kann. Bei einem Gespräch über ausländische Vorurteile und die neue inländische Sicherheitssituation fing sie an über Uribe und dessen Regierung zu schimpfen. Ihren Aussagen nach sei der Präsident zwar demokratisch gewählt worden habe seine Regierung aber so unter der Fuchtel, dass er quasi im Alleingang regiere. Das verbunden mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass er nun bald in seine fünte Regierungsperiode gewählt werden wird, verunsichere vor allem die kolumbianische Mittelschicht, die nicht besonders groß ist. Zudem gebe er Unmengen an Geld für die innländische Sicherheit und den Ausbau des Militärs aus. Das Problem dabei ist, das dieses Geld dann an sozialen Brennpunkten fehlt, was widerum destabilisierend wirkt.Außerdem birgt auch ein großes Militär das im Inland eingesetzt werden darf in Kombination mit einem seit Jahren an der Macht befindlichen Präsidenten viele Risiken. Ein großer Kritikpunkt ist auch, dass Uribe mit der Unterstützung und natürlich für die Amerikaner einen unerbitlerlichen Krieg gegen die Drogenkartelle fährt. In manchen Fällen geht das so weit, dass Kokainfelder mit Spritzflugzeugen aus der Luft ausgerottet werden. Da die Flugzeuge nicht angegriffen werden wollen, fliegen sie so hoch, dass der ganze chemische Mist auch in die Dörfer fliegt und da von der Bevölerung eingeatmet wird. Aus diesen Spritzattaken resultiert ein finanzielles und gesundheitliches Problem für die Bauern,  um das sich die Regierung nicht sorgt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-106" title="DSC_1254" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1254.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1254" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nachdem wir nun endlich mal eine andere Seite der Medaille kennengelernt hatten, fragten wir Susanna wann denn die nächste Lancha ans Festland fahre. Sie lachte schallend und erklärte am Sonntag führen keine Lanchas. Da standen wir nun in einem Dorf ohne Bank und hatten genau noch das Geld für die Lancha in den Pfoten. Kein Schlafplatz, Kein Essen. Außerdem wollten wir am nächsten Tag schon nach Santa Marta weiter reisen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Eine Möglichkeit gäbe es verkündete Susanna, das Moto- Taxi. Was blieb uns anderes übrig. Einige Zeit später hielten drei Motor-bikes vor unserer Tür und wir saßen auf. Ohne Helm und ohne Gurt  rasten wir über die trockenen Wege, wichen Kühen aus und liefen streckenweise den Strand entlang, da die Räder im Sand stecken blieben. Nach knapp einer Stunde kamikaze- fahrt kamen wir an einem Übergang zum Festland an. Dort verabschiedeten wir uns von unseren Fahren und setzten mit der Fähre über. Auf der anderen Seite angekommen müssen wir einen ziemlich komischen Anblick abgegeben haben. Mit einer zentimenter dicken Staubschicht im Gesicht und zerzausten Haaren stiegen da drei Käsegesichter vom Boot und fragten unschuldig ob sie den hier in Cartagena seien. Diese zugegeben sehr dämliche Frage führte zu schallendem Gelächter. Von dort aus mussten wir erst einen collectivo, einen Linienbus nehmen um nach Cartagena zu fahren. Es ist ungefähr das gleiche, wenn plötzlich drei dunkle Kolumbianer in Habitzheim (mein winziger Heimator in Hessen) vom Himmel fallen und fragen würden, ob sie nun in Frankfurt seien.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-103" title="DSC_1649" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_1649.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1649" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Einer der Beistehenden hörte sich genau an, wie die anderen den europäischen Dummköpfen erzählten, wie sie von hier aus per öffentlichem Bus  das ferne Cartagena erreichen könnten. Als  seine Kumpanen fertig waren, fasste er mich an den Schulter, schaute mir bedeutungsschwanger in die Augen und sagte mit besorgter Stimme :&#8217; Vaya con dios&#8217; – gehe mit Gott. Später habe ich mir versichern lassen, dass das bei weitem kein gänger Spruch sei eher etwas was man Soldaten vor dem Krieg oder eben ahnungslosen Blondchen vor einer öffentlichen Busfahrt in Kolumbien sagt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch wer hätte es gedacht, heil und glücklich kamen wir einige Zeit später zwischen Mienenarbeitern und Putzfrauen geklemmt in Cartagena an&#8230;</p>
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		<title>Kolumbien- Cartagena</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cartagena]]></category>

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		<description><![CDATA[mehr Bilder hier … wir verließen nun also, wieder den leidigen Rucksack auf dem Rücken, unser diplomatisches Frühstück der völkerverständigen Gutmenschlichkeit und machten uns auf den Weg in Richtung Flughafen. Dort bestiegen wir ein Flugzeug nach Cartagena, das gut eine &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/04/10/cartagenakolumbien/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=87&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-110" title="DSC_0548" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0548.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0548" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="color:#ff0000;">mehr Bilder</span> <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=232878&amp;id=813620617&amp;l=0d654361a8"></a><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=232878&amp;id=813620617&amp;l=0d654361a8">hier</a></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">…  wir verließen nun also, wieder den leidigen Rucksack auf dem Rücken, unser diplomatisches Frühstück der völkerverständigen Gutmenschlichkeit und machten uns auf den Weg in Richtung Flughafen. Dort bestiegen wir ein Flugzeug nach Cartagena, das gut eine Stunde Flugzeit von Bogota an der karibischen Küste liegt. Es ist unfassbar wie sich innerhalb einer Stunde die Temperatur um 20 Grad erhöhen kann. Bogota und Cartagena scheinen auf zwei verschiedenen Kontinenten zu liegen. Cartagena liegt wie gesagt in der Karibik schräg gegenüber von Panama. Alles was in Bogota etwas auf sich hält nimmt hin und wieder den einstündigen Flug auf sich um auch hier in hermetisch abgeriegelten Hochhäuserblocks die Sonne zu genießen. Dabei besteht Cartagenas Innenstadt aus einem Meer wunderschön hergerichteter Kolonialbauten mit hübschen Lichthöfen und hölzernen Balkons. Hier wimmelt es von Restaurants und Straßenbands und während man gegrillten Fisch essend einem karibischen Tanz zuschaut sucht man immer noch recht vergeblich nach Blondschöpfen. Alles was an Backpackern zugegen ist scheint sich im Casa Viena, dem beliebtesten Hostel vor Ort zu tummeln, wir haben aber kaum welche zu Gesicht bekommen. Trotzdem wurden wir natürlich selber sofort als Touristen entlarvt und bekamen auch prompt Kokain und sexuelle Dienstleistungen angeboten. Die meisten Touristen die sich nämlich nach Kolumbien wagen trotzen nicht etwa allen schlechten Gerüchten um dieses wunderbare Land kennen zu lernen. Leider sind sie meist auf Drogen und minderjährige Mädchen aus.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Interessant an Cartagena ist vor allem die Bevölkerung. Wo in Bogota die meisten Menschen fast europäisch aussehen, sind hier alle pech-schwarz, karibisch eben. So stelle ich mir Haiti vor.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-114" title="DSC_0570" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0570.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0570" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Als wir also endlich in der Sonne angekommen waren standen wir schweißgebadet in der Gegend herum und mussten feststellen, dass es in der Semana Santa also um Ostern herum tatsächlich viel schwieriger ist eine Unterkunft zu finden. Nachdem die Uschi schon Bekanntschaft mit meinem miserablen Orientierungssinn machen durfte, konnte ich mich gemütlich in die Lobby eines schon vollen Hostels setzen während sie sich auf die Suche nach einem Schlafplatz machte. Ein Stündchen später stand sie schweißnass und sehr deprimiert vor mir und man konnte ihren Augen  die schrecklichen Dinge ausmachen, die sie gesehen haben muss. Von monsterhaften Kakerlaken über nur leidlich gereinigte Klos bis hin zu gar nicht gereinigten Bettlacken, kann man der Uschi nix mehr vormachen. Gott sei Dank fand sich aber dennoch wenigstens ein hübsches und günstiges Hostel in dem wir Stellung bezogen. Nachdem wir geduscht hatten, zwei Sekunden später wieder durch geschwitzt waren und endlich unsere Sommerkleider aus dem untersten Winkel unseres Rucksacks gezogen hatten, zogen wir los in die Stadt. Erst jetzt bekamen wir wirklich zu spüren, wo wir uns befanden. Von den Frauen gänzlich ignoriert mussten wir uns von jedem passierenden Mann ein Kommentar zu unseren Hintern gefallen lassen. Gott sei Dank behalten sie die negativen für sich. Trotzdem ist es recht irritierend, wenn der Apotheker nach deinem Einkauf noch unbedingt  loswerden muss, dass er dein Hinterteil ansprechend findet. Zudem gibt es keine Altersbeschränkung. Vom Kleinkind bis zum Greis herrscht hier freie Meinungsäußerung. Eine Tatsache an die ich mich erst gewöhnen musste und die jetzt zum post-kolumbien-Syndrom geführt hat. Es ist eine Frechheit wie wenig deutsche Männer seit meine Rückkehr Bemerkungen über meinen Körper haben fallen lassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-116" title="DSC_0606" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0606.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0606" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Insgesamt scheinen die Kolumbianer ein etwas unterschiedliches Verhältnis zu Körpern und vor allen zu deren Verhältnissen zu haben. Ich würde sagen, dass wohl jeder dritte Peso in Kolumbien in falsche Brüste investiert wird. Überall laufen sie in Begleitung unterschiedlich alter Mädchen und Damen durch die Gegend und selbst die Schaufensterpuppen verfügen über eine so unglaublich überdimensionierte Körpchengröße, dass man ihre Gesichter kaum noch erkennen kann, weil sie so weit vom Schaufenster entfernt sind.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zu allem Überfluss gibt es in Kolumbien eine ganze Telenovela, die sich mit nur mit diesem weltbewegenden Thema auseinander setzt. &#8216;Sin Tetas no hay paraíso&#8217;- ohne -pieep- keine Paradies, heißt dieses Meisterwerk der gepflegten Abendunterhaltung.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-124" title="DSC_0908" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0908.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0908" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Zurück nach Cartagena. Uschi und ich liefen also durch die Stadt und landeten selbstverständlich in einem Restaurant. Hier gab es für 11000 Peso als knapp 3,50 den besten Fisch, den ich je gegessen habe. Dazu köstlichen Cocosreis und Platanos, eine Bananenart die aber eher nach Kartoffel schmeckt und frittiert serviert wird. Wir machten aus unserer großen Freude keinen Hehl und versprachen zu Frühstück, Mittag- und Abendessen wieder da zu sein. Später zogen wir uns in unser Hostelzimmer zurück, das erstaunlicherweise zwar ein Bad hatte, das aber nur mit einem Duschvorhang vom Schlafzimmer getrennt war.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Tag kam auch endlich der Gawain nach und wir schleppten ihn erstmal zu unserer schönsten Entdeckung Cartagenas, in das Fischrestaurant.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-119" title="DSC_0853" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0853.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0853" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">In den nächsten Tagen gab es vor allem ein besonderes Highlight. Die Malteser hatten für uns arrangiert, ein soziales Projekt in Cartagena anzuschauen. In einer etwas ärmlicheren Gegend besuchten wir ein Geburtskrankenhaus. Hier sind alle gebärenden Mütter unter 18 Jahren und davon gibt es in Kolumbien sehr viele. In dem Projekt werden junge Mädchen aufgeklärt und für solche, für die die Aufklärung zu spät kommt gibt es eine Ausbildung während auf ihre Kinder aufgepasst wird. Gegründet wurde die Stiftung von einer Mutter aus Bogota deren Sohn mit drei Jahren aus dem Fenster fiel und starb. In seinem Gedenken wollte sie etwas für junge Mütter und vor allem deren Kinder tun. In dem Krankenhaus erklärte uns die Projektleiterin, warum in Kolumbien so viele junge Mädchen schwanger werde. Allein in ihrem Krankenhaus seien es rund 700.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Offensichtlich leben in Cartagena knapp 70% der Einwohner dieser  fast Millionenstadt in Armut. Das heißt meist, dass sich die ganze Familie ein Zimmer teilen muss. Dadurch kriegen die Kinder schon früh etwas von der Sexualität der Eltern mit und verlieren so ihre natürliche &#8216;Angst&#8217; vor dem Thema. Mit ihren Freunden machen sie dann nur das, was sie zu hause immer mitbekommen. Dabei sind die oft 14, 15 Jährigen aber so gut wie gar nicht aufgeklärt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zu dem Krankenhaus gehört noch eine Kinderstation, wo die jungen Mütter ihre meist unterernährten Kinder wieder aufpäppeln lassen können und wo die Kinder medizinisch versorgt werden. Hier bekamen wir mit, dass ein 15 Jähriges Mädchen ihren mittlerweile 2 Jahre alten Sohn der an einem Wasserkopf leidet jeden zweiten Tag 5 Kilometer bis in das Krankenhaus trägt wo er versorgt wird bis sie ihn wieder fünf Kilometer zurück trägt. Einen Kinderwagen und der Rollstuhl den der Kleine später brauchen wird, kann sie sich nicht leisten und die Stiftungsgelder sind so zweckgebunden, dass auch hier keine Hilfe zu erwarten ist. Für nur 15 Euro pro Mann haben wir einen tollen Kinderwagen gefunden in dem das Kind sicher noch einige Jahre sitzen kann. Einmal Kino mit Abendessen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-131" title="DSC_0638" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0638.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0638" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Zurück in der Innenstadt und beseelt von der Leichtigkeit mit der ein Europäer sein Gewissen beflügeln kann, gingen wir in eine Art Reisebüro um dort eine Tour zu den vor Cartagena gelegenen Inseln zu buchen. Wie sich heraus stellte war der junge Mann der dort arbeitete Franzose und dank Gawain wurde heftigst fraternisiert. Nach wenigen Minuten war klar, dass wir nicht eine dieser Touren bezahlen konnte und wir setzen schon dazu an unsere Kopf hängen zu lassen als, nennen wir ihn Jean- Baptiste sagte, er würde nun aufhören uns etwas verkaufen zu wollen und uns einen brandheißen Tipp geben. Jeden Morgen fährt im Armenviertel eine sogenannte Lancha, ein klappriges Personenböötchen ab und fährt alle Inseln ab. Eine dieser Lanchas sollten wir besteigen und nach Pueblo Baru fahren, einem kleinen Dorf auf den islas del rosario. Was genau dort passieren würde wussten wir nicht, war uns aber auch egal. Unser Freund der Insider- Franzose hatte uns einen Insider Tipp gegeben und wir würden es machen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-136" title="DSC_1015" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_1015.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_1015" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Am Abend trafen wir uns mit Tanner Arnim, einem Freund aus München, der auf Facebook gesehen hatte, dass ich in Kolumbien bin und mich an schrieb. Er war gerade auf einem Auslandssemester in Bogota und verbrachte mit einigen Freunden die Semana Santa auf Reisen. Im Moment war er in Cartagena. Die Uschi und ich stellten uns natürlich unter den Freunden breitschultrige, braun gebrannte Kolumbianer vor, doch tatsächlich waren es sechs Deutsche und ein Mexikaner. Mit ihnen saßen wir auf der eindrucksvollen Stadtmauer und schauten uns den bei aquadiente, einem grausligen latainamerikanischen Arnis- Gesöff den Sonnenuntergang an. Nach einer Flasche Aquadiente waren die Jungs auch schon dazu überredet am nächsten Morgen mit uns nach Pueblo Baru zu fahren&#8230;.</p>
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		<title>Kolumbien-Bogota</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bogota]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Bilder hier &#8230;.So flogen wir also endlich nach Kolumbien. Am Flughafen in Bogota wartete bereits die Uschi gemeinsam mit Marta auf uns. Marta arbeitet wie schon berichtet für das lettische Konsulat und ist die Witwe eines Bürgermeisters von Bogota &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/04/10/bogota/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=84&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#ff0000;">Mehr Bilder</span> <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=232883&amp;id=813620617&amp;l=57e97f6183">hier</a></p>
<p><img src="/Dokumente%20und%20Einstellungen/Besitzer/Desktop/Reise/Fotos/Bogota/DSC_0245.JPG" alt="" /></p>
<p>&#8230;.So <img class="alignnone size-medium wp-image-88" title="DSC_0282" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_02821.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0282" width="300" height="199" />flogen wir also endlich nach Kolumbien.</p>
<p>Am Flughafen in Bogota  wartete bereits die Uschi gemeinsam mit Marta auf<br />
uns. Marta arbeitet wie  schon berichtet für das lettische Konsulat und ist<br />
die Witwe eines  Bürgermeisters von Bogota . Ihre Wohnung läuft über vor<br />
Orden und  Staatsgeschenken, die ihr verstorbener Mann in seiner fünfjährigen<br />
Amtszeit  geschenkt bekommen hat. So zum Beispiel ein goldenes, ziemlich<br />
albernes  Krönchen vom König von Brunai und selbstverständlich auch der ein oder andere Malteserorden.<br />
<img class="alignnone size-medium wp-image-105" title="DSC_0244" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0244.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0244" width="300" height="199" /></p>
<p>Marta war uns von Gawains Eltern  vermittelt worden, die sie wiederum durch<br />
die Ingelheims   kennen. Tatsächlich kannte auch Marta mich vom<br />
Sehen, weil sie bei der  ersten Aufführung von Los in Habitzheim gewesen ist.<br />
Sie spricht fließend  deutsch, da sie einige Jahre in Wald war und gab uns<br />
gleich einen  Vorgeschmack auf die unfassbare Gastfreundlichkeit der<br />
Kolumbianer. Das  zeigte sich vor allem an ihrem festen Vorhaben uns ins<br />
unendliche zu mästen.  Eine Aufgabe die in Kolumbien ein leichtes ist, denn<br />
an jeder Ecke finden  sich die absurdesten Köstlichkeiten. Dabei ist die<br />
kolumbianische Küche  selbst recht einfallslos, verfügt aber über<br />
unglaubliche Ressourcen. Vor  allem Obst, Obst und wieder Obst. Neben<br />
Passionsfrucht, Papaya , Lichis und  anderen Früchten die ich wenigstens aus<br />
dem Fernsehen kenne, gibt es noch  hundert weitere, deren Namen mir, außer<br />
Lulu und das liegt auf der Hand,  schon wieder alle entfallen sind . Die<br />
Uschi sah so pausbäckig und gesund  aus nach Martas Aufpäppeln Frühstücks-<br />
Obst-Kur, dass ich sie nun eigentlich  doch Heidi nennen wollte. Obwohl uns<br />
die Augenringe auf der Wange kitzelten,  meine Haare aussahen wie ein<br />
Vogelnest und ich seit dem Donut vor knapp 15  Stunden von einer Zahnbürste<br />
träumte, wurde uns gnadenlos verboten nach  Hause zu fahren um zu duschen und<br />
zu schlafen. Anstatt dessen zeigte uns  Marta die Innenstadt.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-98" title="DSC_0468" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0468.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0468" width="300" height="199" /></p>
<p>Bogota liegt auf 2640 Meter Höhe in den Anden  ungefähr in der Mitte<br />
Kolumbiens und ist damit recht kalt und verregnet. Das  führte natürlich<br />
dazu, dass Marta stündlich mit unserem Erfrierungstod  rechnete und vor allem<br />
mich mit leichtem Husten verdammte in mehrere  Schichten von Ponchos<br />
umherzuwandeln. Die Hauptstadt des Landes hat mit 6,8  Millionen Einwohner<br />
mehr als doppelt so viele Bürger als Berlin und ist  dementsprechend riesig.<br />
Wegen hoher Landflucht kommen täglich neue Bewohner  nach Bogota und<br />
verschwinden dort meist in den Slums, die sich in den  Außenbezirken, vor<br />
allem im Süden der Stadt endlos entlangziehen. Dort leben  sie in halb<br />
fertigen Häusern und den bekannten Wellblechhütten. Viele von  Ihnen gehören<br />
zu den sogenannten Desplacidos. Sie sind von den verschiedenen  Parteien des<br />
Bürgerkriegs aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben  worden und<br />
suchen in der Hauptstadt Zuflucht. Oft hat vor allem die Farc auf  ihrem<br />
Rückzug Gebiete besetzt und deren Bewohner vertrieben. In den  schlimmsten<br />
und leider vielen Fällen wurden die Väter umgebracht und die  Mütter<br />
vergewaltigt. Aus diesem Grund stehen die desplacidos, die  Deplazierten, oft<br />
ohne einen Peso und ohne Unterstützung da und vor allem  die Kinder sind<br />
nicht nur physisch sondern insbesondere psychisch stark  mitgenommen. Etliche<br />
NGOs bemühen sich diesen Menschen so schnell wie  möglich ein Dach über dem<br />
Kopf und vor allem eine Perspektive zu geben, was  nahezu unmöglich ist.<br />
Hinzu kommen die gesellschaftlichen &#8216;Säuberungen&#8217; der  Paramilitares. Die<br />
Paramilitares wurden während des Bürgerkrieges von den  Großgrundbesitzern<br />
gegründet. Diese sahen sich immer öfter mit Angriffen  durch die Rebellen<br />
konfrontiert und konnten keine Hilfe von dem ohnehin  überforderten Militär<br />
erwarten. Also gründeten sie ihre eigene kleine  Schutzarmee. Nach Ende des<br />
Bürgerkrieges gingen deren Mitglieder vor allem  im Drogenhandel auf. Neben<br />
ihren eigenen kriminellen Machenschaften sehen  sich jedoch noch einige alte<br />
Paramilitares dazu verpflichtet ihren  &#8216;moralischen Pflichten&#8217; in der<br />
Gesellschaft nachzugehen. Diese sehen sie  darin, regelmäßig Obdachlose,<br />
Prostituiert, Homosexuelle, Bettler und eben  auch Desplacidos hinzurichten,<br />
gerne auch mal auf offener Straße. Kurz  nachdem wir Bogota verließen<br />
begannen wieder eine Reihe dieser  &#8216;Säuberungen&#8217;.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-109" title="DSC_0248" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0248.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0248" width="300" height="199" /></p>
<p>Weiter Richtung Innenstadt findet sich das Alcatraz der  Reichen. In<br />
scheußlichen Hochhäusern, von Mauern und zahlreichem  Schutzpersonal umgeben<br />
leben dort die oberen 10000- unter ihnen,  wir.</p>
<p>Wenn man sich also von Außen durch Wellblechhütten und Hochhäuser  gekämpft<br />
hat, kommt man schließlich in einen erstaunlich schönen  Innenstadtbezirk -La<br />
Candelaria- . Vom imposanten Regierungspalast bis zum  charmanten<br />
Kolonialstilhäuschen ist hier alles zu finden, was ein  Touristenherz höher<br />
schlagen lässt. Und das beste, deins ist nahezu das  einzige was im Umkreis<br />
von mehreren Kilometern pocht. Kolumbien genießt im  Ausland nach wie vor<br />
einen ziemlich schlechten Ruf, was zu einem sehr  überschaubaren<br />
Touristenaufkommen führt. Sehr angenehm. In der bunten  hauptsächlich von<br />
Studenten und Küstlern bweohnten Innenstadt von Bogota  kann man an jeder<br />
Ecke Obst , die obligatorischen Kochbananen und die  schönsten Artesanias<br />
kaufen. Für was Bogota aber vor allem berühmt ist, sind  die Smaragde. Im<br />
Zentrum findet täglich ein reger Austausch der grünen  Steinchen statt. In<br />
Ermangelung an Geld und Verwendung habe ich mir  allerdings keinen gekauft.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-92" title="DSC_0342" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0342.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0342" width="300" height="199" /><br />
Nach einem sehr anstrengenden aber unglaublich  ereignisreichen und<br />
spannenden Tag in der Hauptstadt waren wir alle froh in  die herrlich<br />
frischen Lacken zu fallen.</p>
<p>Als wir am nächsten Morgen  aufstanden konnten wir unser Glück kaum fassen.<br />
Martas Haushälterin hatte  uns ein so wunderbares Frühstück bereitet, dass<br />
ich tatsächlich fast geheult  hätte, und es war noch nicht einmal sonntag.</p>
<p>Voll gepumpt wie ein  Fruchtcocktail machten wir uns auf zu einem Bekannten<br />
von Marta. Dieser ist  wie sie Mitglied des kolumbianischen Malteserordens<br />
(Sie ist die einzige  Dame in der eh schon dünnen Besetzung von 17).<br />
Gemeinsam fuhren wir in den  besonders heruntergekommen Süden Bogotas. Dort<br />
unterstützt der Malteserorden  ein soziales Projekt einer italienischen<br />
Gemeinde. Dieses organisiert für  die Anwohner hauptsächlich mit medizinische<br />
Versorgung. Gerade haben sie  eine spärlich eingerichtete Arztpraxis eröffnet<br />
und arbeiten an der  Errichtung einer psychologischen Einrichtung. Außerdem<br />
wurde gerade eine  Kirche fertiggestellt, die auch Sitzgelegenheiten bekommen<br />
soll, sobald  genügend Geld beisammen ist. Stolz führte uns der italienische<br />
Priester  durch sein kleines Reich, das trotz offensichtlichem Geldmangel<br />
einen  riesigen Unterschied vor Ort macht. Nach diesem ernüchternden aber<br />
auch  hoffnungsvollen Ausflug machten wir uns auf zurück in den<br />
Hochsicherheitstrakt.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-101" title="DSC_0535" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0535.jpg?w=199&#038;h=300" alt="DSC_0535" width="199" height="300" /></p>
<p>Am Abend nahm uns Marta mit zu ihrer Freundin  Dorothea. Dorothea ist<br />
ebenfalls in Wald zur Schule gegangen und hat  anschließend noch in<br />
Heidelberg studiert. Auch sie spricht perfekt deutsch  und hat eine 21<br />
jährige Tochter namens Manuela die mit ihrem Freund Santiago  auch dort war.<br />
Mal wieder war es aller Anwesenden Anliegen uns mit  Sahnetorten und<br />
Fruchtsäften voll zustopfen. Witzig ist, dass wir heraus  fanden, dass die<br />
Farm der Familie auf die wir selbstverständlich sofort  eingeladen wurden,<br />
tatsächlich genau die Farm ist, auf der Tante Elisabeth  vor rund 30 Jahren<br />
einmal war. Es stellte sich auch heraus, dass nicht nur  Dorothea sonder vor<br />
allem auch Manuela und Santiago wahnsinnig nett waren  und so verabredeten<br />
wir uns für den nächsten Tag.</p>
<p>Pünktlich wie wir  Deutschen nun einmal sind, trafen wir Manuela und einen<br />
Freund, Rafael, am  nächsten Mittag vor ihrer Universität, Los Andes. Dort,<br />
haben wir uns sagen  lassen, kostet jedes Semester ein Vermögen, dafür<br />
bekommt man aber auch  einen guten Abschluss. Nur fair.</p>
<p>Nachdem wir uns genährt hatten  verabschiedete sich Manuela wieder um eine<br />
Design- Vorlesung zu besuchen und  der arme Rafael war plötzlich alleine für<br />
das Bespaßungsprogramm der  Bleichgesichter verantwortlich. Erste Disziplin<br />
eines Bogota- Aufenthaltes  ist das Museo del oro- das Goldmuseum. Dort wird<br />
eine Fülle an  präkolumbischen Goldschätzen der Ureinwohner gezeigt.<br />
Hauptsächlich  wunderschöner Schmuck, den ich ohne zu Zögern heute anziehen<br />
würde.  Abgesehen von den Phallussymbolen.</p>
<p>Anschließend nahm uns Rafael mit in  die Universität. Das hört sich recht<br />
einfach an, ist es aber nicht. Um an  den bis zu den Zähnen bewaffneten<br />
Soldaten vorbei zu kommen, die das  Eingangstor bewachen, muss man sich erst<br />
einmal einen Besucherausweis  ausstellen lassen bevor man das Reich der<br />
Reichen betreten darf. Als wir  dann endlich hinein durften, war es aber<br />
tatsächlich sehr interessant und  ich hätte nichts dagegen reich zu sein und<br />
dort zu studieren.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-111" title="DSC_0453" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/04/dsc_0453.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0453" width="300" height="199" /></p>
<p>Nach  einem weiteren Abstecher in eine Artesaniahalle hatten wir mal wieder<br />
viel  zu viel Geld auf den Kopf gehauen und wollten uns auf den Weg nach<br />
Hause  machen. Das war allerdings schneller gewollt als getan. An der<br />
Universität  gibt es zwar einen Taxistand, der aber mittlerweile mit<br />
Studenten überflutet  war. Bus fahren hielt Rafael für eine besonders<br />
schlechte Idee und ein Taxi  auf der Straße anzuhalten sei nach seinen<br />
Aussagen auch nicht sonderlich  sicher. Nach langem Warten uu hause<br />
angekommen, habe ich dann endlich meiner  unfassbar mühsamen Hausarbeit den<br />
letzten Schliff verpasst.</p>
<p>Am  nächsten Nachmittag hatten die Uschi und ich einen Flug an die karibische<br />
Küste, nach Cartagena gebucht, wohin uns der Gawain einen Tag später folgen<br />
wollte. Vorher jedoch hatten wir ein Date mit niemand geringerem als dem<br />
kolumbianischen Malteserpräsidenten. Ich gebe zu, Präsident von 16<br />
Mitgliedern zu sein hört sich weniger spannend an, doch ich kam mir vor wie<br />
die Schlüsselperson auf einem für die internationalen Sicherheit sehr<br />
bedeutsamen Gipfeltreffen. Man traf sich inkognito im Golfclub. Dort aßen<br />
wir erst einmal die Speisekarte hoch und runter und tauschten freundlich<br />
Nettigkeiten aus. Und eh ich michs versah waren wir Gründer eines Volontär-<br />
ausstauschprogrammes zwischen deutschen und kolumbianischen Jugendlichen.<br />
Ein Projekt das zwar noch in den Kinderschuhe steckt aber recht<br />
aussichtsreich scheint. Im Grunde soll es deutschen Freiwilligen Helfern<br />
ermöglichen in ganz Kolumbien in verschiedenen Projekten Volontärsdienst zu<br />
leisten. Dabei soll jeder Aufenthalt individuelle geplant und mit Hilfe des<br />
breiten Maltesernetzwerkes ausgeführt werden. Vor allem soll es möglich sein<br />
, sich flexibel zwischen zwei Monaten und mehreren Jahren zu engagieren. Mal<br />
sehen was daraus werden wird. Auf jeden Fall war man sich einig, dass wir<br />
die Rettung Kolumbiens seien. Einige Liter Fruchtsaft später und um eine<br />
Lebensaufgabe reicher machten sich Uschi und ich auf dem Weg zum Flughafen<br />
um endlich in die Sonne, nach Cartagena zu fliegen&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/louisaloewe.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/louisaloewe.wordpress.com/84/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=84&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chile- Valparaiso-Vina del Mar</title>
		<link>http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/30/chile/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 09:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[mehr Bilder hier Da wir , als wir nach nun nach knapp einem Monat argentienischen Boden verließen und über die Anden hinüber nach Valparaiso fuhren, noch nicht wußtem dass es sich bei der Strecke die wir fuhren um die 8. &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/30/chile/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=80&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#ff0000;">mehr Bilder</span> <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=230192&amp;id=813620617&amp;l=ac8a5a868a">hier</a></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-122" title="DSC_0126" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0126.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0126" width="300" height="199" /></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Da wir , als wir nach nun  nach knapp einem Monat argentienischen Boden verließen und über die Anden hinüber nach Valparaiso fuhren, noch nicht wußtem dass es sich bei der Strecke die wir fuhren um die 8. gefährlichste Straße der Welt handelt (Quelle: Bild.de) waren wir ( bis auf Titus, der Busfahren verabscheut)  recht gehobener Stimmung. Diese fiel in dem Moment unter Null als wir die Grenze passierten. Irgendwann lasse ich mir von einem Psychologen erklären, warum der Anblick der Polizei, unseres Freund und Helfers, einer unschuldigen Seele wie mir jedesmal die Schweißperlen ins Gesicht treibt. Und warum ich mit einem ranzigen Rucksack voller Schmutzwäsche dennoch die schrekliche Vorahnung habe, irgendetwas in meinem Gepäck zu haben, was den chilenischen Zoll dazu berechtigen könnte, mich für  meine besten Jahren mit Drogendealern und Massenmörden hinter Gitter zu stecken.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Tatsächlich führten wir verbotene Güter mit uns. Das Überführen von Obst und Gemüse ist so streng verboten, dass man mit der zu zahlenden Strafe Guatemala für ein Jahr ernähren könnte. Doch was gekauft ist, ist gekauft und so machten Uschi und ich uns daran unseren Brechreiz wenigstens so lange zu unterdrücken bis unser Picknick für 9 Std Fahrt innerhalb von zehn Minuten vertilgt war. Ich habe geschummelt und mit dem Busfahrer geteilt, während die Uschi langsam die Farbe ihres Obstes annahm und dennoch munter weiterstopfte.  Nur um dann bei der Kontrolle schweißgebadet festzustellen, dass sie noch einen ungekochten Maiskolben im Koffer hat. Uschi und ich hatten uns nämlich in den letzten Wochen zu regelrechten Kolbenfressern entwickelt und täglich an die 10 Kilo Mais geknabbert. Da sie am Abend vorher ihren letzten weder esse noch wegschmeißen wollte, wanderte er zwischen Socken und shorts und ward nie wieder gedacht. Bis zu dem Moment als die Hunde durch unsere Gepäck schnüffelten und wir bereits alle Unterlagen unterschrieben hatten, in denen wir bei Strafe beteuerten, keine Naturalien einzuführen. Ich konnte die Drogendealer und Massenmörder schon förmlich riechen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Seltsamerweise blieb der Kolben unendeckt,  Gott sei Dank scheinen die chilenischen Spürhunde was an der Nase zu haben. Als ich später Tante Elisabeth davon erzählte, wurde sie ganz weiß um ihre, den es kann im Ernstfall wirklich Ärger geben.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-129" title="DSC_0677" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0677.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0677" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Angekommen in Valparaiso, zogen die Jungs los ein Hostel zu suchen, während Uschi und ich uns auf die Straße setzten und mit den Resten unseres Picknicks eine Tafel bereiteten. An diese wollte sich dann auch ein hellbrauner Labradorartiger Hund mit dem Namen Julio setzen. Er war eher scheußlich und trug ein Halsband auf dem stand: Soy Julio – por favor no dame alimientos- Ich bin Julio, bitte gib mir nicht zu essen.&#8217; Wir gaben ihm Wurst.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Schnell stellte sich heraus, dass sich keiner der hier Ansässigen für die beiden deutschen Mädels zu interessieren schien, die dort auf ihrem Bürgersteig campierten. Dafür wurde Julio von jedem Passanten freundlich mit Namen gegrüsst. Später wurde uns erzählt, Julio kenne hier jeder, er sei bereits im Fernsehen augetreten und seine Zuneigung sei sehr gefragt. Wir kannten also schon einen Einheimischen- erste Aufgabe eines jeden Backpackers in einer neuen Stadt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-143" title="DSC_0749" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0749.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0749" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Selbst nachdem wir unsere Herberge, eine sehr süße kleine Ferienwohnung eines vor zehn Jahren eingewanderten Franzosen, bezogen und in die Stadt gewandert waren, wich uns Julio nicht von der Seite. Was uns von Seiten der Bewohner das einbrachte, was man in der HipHop Szene &#8216;Street Credebility&#8217; nennt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Valparaiso liegt übrigens 120 km südlich der chilenischen Hauptstadt, Santiago direkt an der Küste und fasst ganze 278000 Einwohner, davon ein Großteil deutscher Abstammung. Sie gilt als kulturelle Hauptstadt des Landes, ist Herberge des chelenischen Kongresses, und ihr historischer Stadtkern wurde vor sechs Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Dieser besteht aus schönen kleinen sehr bunten Kolonialhäuschen und gleicht Berlin ungemein. Hier versammeln sich Künstler, Literaten und Musiker und gerne auch irgendwann ich.  Wir waren restlos begeistert.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-137" title="DSC_0700" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0700.jpg?w=199&#038;h=300" alt="DSC_0700" width="199" height="300" />Das einzige, was unsere Stimmung trüben konnte war, dass weder Uschi noch ich, da noch nicht an die neue Währung gewöhnt, bemerkten, dass uns der Nussverkäufer auf 1000 Pesos und nicht auf die von uns gegebenen 10000 herausgegeben hatte. Wir ärgerten uns zu spät und er hat höchstwahrscheinlich mit umgerechnet 26 Euro mehr in der Tasche für den Tag Schluss gemacht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Mittag nahmen wir einen Bus nach Vina del Mar, wo uns Tante Elisabeth bereits erwartete. Vina del mar, kurz Vina gehört zu der Agglomeration des nur wenige Minuten enfernten Valparaisos. Sie liegt ebenfalls direkt am Pazifik und ist vor allem für ihre endlosen Strände berühmt an denen sich zu Hochzeiten tausende Touristen grillen, die widerum in zahlreichen Bettenburgen untergebracht sind.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Tante Elisabeth selber wohnt in einem sehr hübschen Häuschen am Berg, wo die Jungs luxeriöserweise Einzelzimmer hatten und Uschi und ich uns ein Doppelbett teilten. Vor allem nach 4 Wochen Jugendherberge ist ein schönes Haus mit richtigen Betten ein Segen. Die nächsten Tage kochten und grillten wir, schliefen endlich einmal durch, schrieben fleißig an unseren Hausarbeiten und ließen uns bei Parilla (Barbecue) im Garten von Tante Elisabeths Forschungen erzählen. Sie  forscht über das Leben deutscher Einwandererfamilien in Valparaiso und hat vor einigen Jahren ein Tagebuch eines Hamburger Dienstmädchens in Valparaiso in die Hände bekommen, von dem sie uns alles erzählte. Außerdem unternahm sie mit uns einige Ausflüge. Unser erster ging nach Horcon, ein kleines Fischerdörfchen ca. eine Stunde entfernt von Vina. Dort leben vor allem Fischer und ausgestiegene Künstler, was sich in den bunten Holzhäusern und deren aufwendiger Verziehrung zeigt. Nach einem köstlichen Mittagessen in einem örtlichen Fischlokal, etwas Klippenkraxeln und einem langem Spaziergang, fuhren wir sehr zufrieden nach Vina zurück, wo ich mich sofort meiner Arbeit widmete, deren Deadline immer näher rückte.Unser zweiter Ausflug ging zur Isla Negra- der schwarzen Insel. Diese ist wie sich eigentlich vermuten ließe keine Insel, sondern der Name des Hauses von Pablo Neruda auf den Klippen des Pazifiks, wieder eine Stunde entfernt von Vina. Der Poet selber nannte sie Isla Negra wegen der schwarzen Felsen der Küste auf der Haus steht. Er entwarf auch selber die Architektur des Hauses, das bewusst an ein Schiff erinnet. Im Inneren befindet sich eine wilde Ansammlung von nahzu allem Sammelbarem.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-146" title="DSC_0199" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0199.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0199" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Bunte Flaschen, Uhren, Figuren, Masken, Muscheln, Bilder, Karten, Globen, Tische und vor allem sehr beeindruckende Galionsfiguren. In seiner Funktion als Konsul war der bekennende Kommunist, Neruda in der ganzen Welt unterwegs und brachte von all seinen Aufenthalten Souvenirs mit. Allein gesehen wären viele Stücke vielleicht oder sicher sogar kitschig. In einer so absurden Sammlung in einem so speziellen Haus sind sie allerdingalle großartig.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach fast einer Woche in herrlicher tantlicher Umsorgung war Titus bereits nach Buenos Aires abgezischt, um dort sein Praktikum anzutreten und auch Uschi war auf dem Sprung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch wie es so kommen sollte, fielen die Preise für Flüge nach Kolumbien um eine unverschämte Menge und eh sie sichs versah hatte sie gebucht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">In Bogota sollte uns Marta erwarten. Marta ist eine Freunin von Gawains Eltern die in Wald auf die Schule gegangen ist und perfekt Deutsch spricht. In ihrer Wohnung sollten wir unter kommen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Uschi hatte allerdings nur einen Flug bekommen, der einige Stunden vor unserem ging und sollte am Flughafen auf uns warten.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-152" title="DSC_0170" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0170.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0170" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Fröhlich endlich nach Kolumbien zu kommen, packten wir unseren Kram und fuhren mit dem Bus zum Flughafen um unseren 8- Uhr abends Flug zu erreichen. Dort erklärte uns eine ziemlich gelangweilte Dame, dass wir heute nicht fliegen würden. Deja vue. Offensichtlich waren wir nicht auf der Liste zu finden. Nachdem wir unsere, für Chilenen äußerst schwer verständlichen, Namen zehn mal rauf und runter buchstabiert hatten, realisierten wir langsam, dass wir tatsächlich nicht auf der Liste standen- mit oder ohne &#8216;zu&#8217;. Nicht verstehen wollte das unsere Schalterbeamtin, die weitere 40 Minuten in der Gegend herum telefonierte bis sie uns endlich zum richtigen Schalter schickte. Dort erklärte man uns, Fly.de, über die wir gebucht hatten, hätten unseren Flug gekauft und wenige Tage später ohne Angaben von Gründen wieder gecancelt, obwohl meine Kreditkarte gedeckt und die Buchung vollständig war. Wir hatten sogar eine Buchungsbestätigung per Mail erhalten, jedoch nie eine Information über die Cancelung des Fluges. Da standen wir nun. Mittlerweile war es so spät geworden, dass alle noch erreichbaren Flüge weit über 700 Dollar kosteten. Während Gawain die noch offenen Fluggesellschaftsschalter abklapperte, versuchte ich ins Internet zu kommen, um dort zu buchen. Dies führte sogar dazu, dass ich den Tränen nahe ( den routinemäßige Wolkenbruch hatte ich bis dahin schon unter Kontrolle bekommen) in einem Büro stand und die etwas verunsicherten Angestellten anflehte, ihr Internet benutzen  zu dürfen. Letztendlich fanden wir ein Cafe mit Wireless- Anschluss und buchten einen neuen Flug für den nächsten Morgen und natürlich für mehr Geld- Fly.de wird noch von mir hören.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-156" title="DSC_0176" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0176.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0176" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Selbstverständlich  kosteten alle Hotels in Flughafenumgebung ein Vermögen und so machten wir uns auf die Suche nach eine Übernachtungsmöglichkeit. Netterweise  durften wir uns in den hinteren Bereich eines Cafes auf zwei Sofas legen, wo wir einigermaßen viel Schlaf bekamen. Trotzdem eine Erfahrung, die ich mir gut und gerne hätte sparen können. Am nächsten Morgen gings endlich Richtung Bogota&#8230;</p>
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		<title>Argentinie-Mendoza</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 08:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mendoza]]></category>

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		<description><![CDATA[mehr Bilder hier Nach weitere 25 Stunden Busfahrt gelangten wir endlich nach Mendoza. Mendoza ist mal wieder die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und hat immerhin 1,1 Millionen Einwohner. Sie ist vor allem bekannt für ihren guten Wein, der eigentlich im &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/24/mendoza-von-oben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=60&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="color:#ff0000;">mehr Bilder <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=228203&amp;id=813620617&amp;l=13e286826a">hier</a></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-147" title="DSC_0555" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0555.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0555" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach weitere 25 Stunden Busfahrt gelangten wir endlich nach Mendoza. Mendoza ist mal wieder die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und hat immerhin 1,1 Millionen Einwohner. Sie ist vor allem bekannt für ihren guten Wein, der eigentlich im März während des großen Weinfestes durch die Straße laufen soll. Leider kamen wir genau einige Tage zu spät und verpassten das große Gelage</p>
<p style="margin-bottom:0;">Angekommen fanden wir nach langem hin und her endlich ein Hostel. Dort war erst  nicht ganz ersichtlich, wer hier für was zuständig war, da ununterbrochen zwischen 4-10 ungepflegte junde Kerle in flip flops in der Küche standen und kochten, in Zeitschriften blätterten im Garten oder Wohnzimmer saßen oder  Cartoon schauend und hin und wieder dämlich kichernd vor dem Fernseher saßen. Irgendwo kamen immer wieder neue Gestalten her, die offensichtlich irgendwo im Haus wohnten, vielleicht sogar im Hostel arbeiteten aber jedenfalls keine Gäste waren. Mal saß einer von ihnen an der Rezeption,mal nicht und  ab und zu nahm sich einer eine Gitarre, zupfte zwei drei Mal und legte sie wieder weg um sich weiter die Zehennägel zu schneiden.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-150" title="DSC_0555" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_05551.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0555" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Dazu lief währen des gesamten Tages und der halben Nacht  lautstark argentienischer Rock und der Fernsehen war ebenfalls in Dauerbetrieb. Trotz täglich gefasster Vorsätze, das Hostel zu wechseln, blieben wir tatsächlich fast eine Woche dort, und man muss sagen, dass so unnütz diese Gesellen auch waren, sie waren sehr nett. Als sie eines Abends mal wieder Wein trinkend und Kräuterchen rauchen im Garten saßen, aßen wir drinnen Händl. Bei Mallincrodts scheint es das Spiel zu geben, bei welchem zwei Leute an einem Händelbeinchen ziehen und der, der das größer Stück abreißt gewinnt. Daraufhin muss dieser dann versuchen dem anderen etwas, egal was zu geben und dieser andere darf dieses etwas nicht annehmen. Tut er es doch, so muss er eine Aufgabe erfüllen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Uschi zog gegen Gawain den kürzeren und ließ sich kurze Zeit später einen Korken reichen, ohne zu merken, dass sie damit verloren hatte. Ihre Aufgabe bestand darin, dass die Unnützlinge im Garten ein weißes t- shirt mit eddings bemalen und beschriften durften, das sie dann später tragen sollte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Jungs hatten natürlich eine helle Freude daran, ihr Repatoire an Schweinerein und Gemeinheiten auszupacken und auf das auch nicht ganz saubere T-shirt zu kritzeln. Ich bin bis heute froh, dass ich nicht alles verstanden haben, was darauf stand. Die gute Uschi verstand sich  allerdings recht gut darauf, ihr Aufgabe so lange herauzuzögern, bis sie schließlich in Vergessenheit geriet &#8211;  bis heute hat sie ihre Schuld nicht eingelöst.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-154" title="DSC_0570" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0570.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0570" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Am ersten Tag beschlossen wir die hoch angepriesene Tour auf dem Fahrrad durch die Weingegend zu unternehmen. Dazu sollte man von einer Botega (Weinerei) zur nächsten radeln und überall Wein verkösten. Wir begannen mit einer Führung durch das Weinmuseum, das einer Botega angeschlossen war. So schön, so gut.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Danach wurde alles fürchterlich. Die Fahrräder klemmten und klapperten und Titus musste später sogar vom Fahrradverleih abgeholt werden, weil seines komplett zusammen gebrochen war.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Außerdem ging der Weg nicht durch Malerische Weinberge- pustekuchen- auf der Landstraße musste wir uns keuchend vorarbeiten. Diese war so wild von Lastwägen befahren, dass ich im Geiste sicherheitshalber noch einmal mein Testament durchging. Zu allem Überfluss hupte jeder Brummi bei unserem Anblick laut und grölte unmoralische Angebote aus dem Fenster.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Interessant ist, wie unanständig und dreist die guten Südamerikaner sein können wenn sie schnell an dir vorbei flitzen  aber wie sie lieber stundenlang stehen, als sich zu trauen im Bus neben dir zu sitzen- es sei denn natürlich sie verkaufen was.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-160" title="DSC_0601" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0601.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0601" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Jedesmal wenn wir unsere Haut dann zur nächsten Botega gerettet hatten, musste wir feststellen, dass diese einen horrend hohe Eintritt für einen Besuch mit Verköstigung nahm, so dass wir schnell die Lust daran verloren. Selbst als Gawain eine Flasche kaufen wollte, wollte man ihn nur einen probieren lassen um sich zu entscheiden. Beleidigt  beendeten wir unsere lebensgefährliche Höllentour mit einem Besuch bei einer Ölfabrik, die besonders langweilig schien und zudem wieder kostete. Gawain nahm sich tatsächlich die Zeit eine Führung anzuhören und bestätigte später, dass er nun, nach einer halben Stunde Führung, wüsste, das Oliven an Bäumen wachsen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Also legten wir uns unter einen Olivenbaum und versanken in den Schlaf, den man schläft wenn man dem Tod gerade von der Schippe gesprungen ist. Aus diesem wurden wir allerdings sehr unsanft durch eine Führerin der Fabrik geweckt, die gerade einer Gruppe Interessierter die Olivenhaine zeigte, als plötzlich vier deutsche im Gras vor ihnen auftauchten. Etwas iritiert bat sie uns das Weite zu suchen..</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-166" title="DSC_0610" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0610.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0610" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Mittlerweile hatte Titus und Gawain bereits der Hunger gepackt, woraufhin sie sich jeder Reisegruppe in den letzten drei Minuten anschloßen, gleich welcher Hautfarbe und Herkunft, und sie zu Ölverköstigung begleiteten. Dort tunkten sie ein ums andere Mal Brotstücke in die verschiedenen Ölsorten und verkündigten lautstark, wie köstlich sie es fänden. Als Uschi und ich sie fanden, hatten sie gerade das Ende ihrer 6 Führung gehört und ca jeweils ein Laib Brot und einen Liter Olivenöl vertilgt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir taten es ihnen noch einige Male gleich und schwangen uns ausgeschlafen und wohlgenährt, behend auf unsere Räder.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Neben einer Nahtoterfahrung war der Ausflug also wenigstens ein, wenn auch recht einseitiges Mittagessen und ein erholsames Schläfchen wert. Hätten die Uschi und ich auf dem Rückweg nicht noch einen gehörigen Unfall gebaut, bei dem wir unser Leben alleinig der Tatsache danken können, dass just in dem Moment kein rasender Brummi an uns vorbei fuhr.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-169" title="DSC_0579" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0579.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0579" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Morgen stellte unser Herbergsvater, das heißt derjenige von den ca zehn hier herum strolchenden kerlen der tatsächlich ein Funktion und zwar die des Inhabers zu haben scheint, erstaunt fest, dass man cornflakes mit obst zum Frühstück essen kann und konnte nicht fassen, dass wir ein staubtrockenes Brot mit Speck in Milchkaffee getunkt nicht vorziehen würden. Die Argentinier haben  äußerst unnachvollziehbare Frühstücksgewohnheiten. Kaffe, Mate und ein Blätterteiggebäck namens, vergessen wie mit den unheimlichsten Füllungen, das  sich bei Mundkontakt pulversisiert, scheint hier allen immerhin genug Energie zu spenden um wenigstens die nächste Folge einer ihrer sinnfreien Cartoons zu überstehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir kultivierten deswegen erst Recht deutsche Frühstückstradition. Diese kommentierte der ranzige Herbergsvater allerdings mit den Worten, er habe noch nie zwei Mädchen gesehen, die so viel essen können wie wir. Charmant ist er also ebenfalls.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-174" title="DSC_0446" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0446.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0446" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach einem eher schleppend anlaufenden Vormittag rafften sich Uschi und ich endlich auf um in den viel gepriesenen Park Mendozas zu ziehen. Dieser ist tatsächlich sehr schön und erinnert enorm an europäischen Grünflächen. Hier durften wir uns ein weiteres Mal von der patenz argentienischer Frauen überzeugen. Als die Uschi eine Kellnerin im Parkcafe darauf aufmerksam macht, dass das Klo zwar zugeschlossen sei, sie aber nun seit einiger Zeit warte und überzeugt sei, dass niemand darin ist, drückt diese der Uschi ihren Pullover in die Hand und springt behend über die Klotür. Sie öffnet sie von innen, nimmt der Uschi den Pullover wieder ab, schließt die Tür wieder und verrichtet ihr gemütlich ihr Geschäft, während draussen die Uschi weiterhin nervös auf und ab springt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-179" title="DSC_0530" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0530.jpg?w=199&#038;h=300" alt="DSC_0530" width="199" height="300" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Später, an einem hübschen See im Park angekommen, legten wir uns ersteinmal ins Gras und gaben uns einer äußerst spannenden Folge der drei Fragezeichen hin. Für Kenner: Das Tal des Schreckens!!!</p>
<p style="margin-bottom:0;">um ca. Sechs Uhr wurden wir unlieb von altbekannter schlechter argentienischer elektro- trans Musik aus unseren Abenteuern mit Peter, Bob und Justus- Jonas gerüttelt. Auf der Suche nach dem Ursprung dieser akustischen &#8216;Herausforderung&#8217;  stießen wir auf ein bizares Bild.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Straße, die quer durch den Park läuft, war inzwischen abgeriegelt worden und auf ihr wurde eine Bühne errichtet. Sekretario deportivo del gobierno mendoza (Sekretariat für Sport der Regierung von Mendoza) prangte auf einem Banner und auf der Bühne ein braungebranter, schwitzender Latino wie er uns schon aus diversen Telenovelas bekannt war. In einem knappen Sportdress hüpfte er auf der Bühne auf und ab und rief dabei motivierende Dinge wie &#8216;gogo Baby&#8217; und &#8216;move it&#8217;. Zu seinen Füßen standen ca 70 Personen jeden Gechlechts und Alters und vollführten erstaunlich präzise seine vorgegebenen Zappeleien. Offensichtlich sponsort also die Mendozische Regierung einen Fitnesstrainer, der täglich die bewegungswillige Menge antreibt. Darunter natürlich die klassische Übermotivierte im bauchfreien Top die den Trainer bis auf die Fingerspitzen kopiert und dabei etwas übertrieben sexy ihren Hintern kreisen lässt obwohl weder Outfit noch Bewegung ihrem Alter um die 55 angemessen wäre, der arme Grobmotoriker, der jede Bewegung in die falsche Richtung macht, immer danach aussieht gleich aufzugeben nur um dann doch voller Ekan seiner Nachbarin den Elbogen in den Magen zu hauen. Und natürlich diejenigen, die das Prinzip eines  Trainers nicht ganz überreißen wollen und ihre Aufgabe darin sehen möglichst viele Körperteile in möglichst vielen verschiedenen Bewegungen durch die Luft fliegen zu lassen, gleich was auf der Bühne vorgegeben wird. Wie überall in Argentinien steht natürlich noch ein etwas iritierter Hund in der Menge. Sehenswert war auch ein Herr mit lichtem Kopfhaar der durch seine noch lichtere Oberbekleidung wenig Platz für Fantasien über seine üppige Rückenbehaarung ließ. Mein persönlicher Favourite war allerdings ein Mann um die 150, der es in Herrenhemd, Kackihosen und Nike- Sportschuhen dermaßen verstand seinen schon recht klapprigen Körper  rythmisch zu &#8216;gogo baby&#8217; -Rufen zu bewegen, dass ich, die ich bereits aus 90 % Rindfleisch bestand, die letzten 10 Steaks die ich gegessen hatte verfluchte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Allgemein scheint ganz Mendoza ab sechs Uhr Abends in Sportstimmung zu sein. Der ganze Park wuselte von hübschen braungebrannten Menschen in ausgewählter Sportmode, auch wenn die meisten die Zeit dazu nutzen in gefederten Joggingschuhen, schweißabsorbierenden neoprenshirts und erodynamischen adidas shorts durch die Gegend zu schlendern und ungestört den neusten Tratsch zu verbreiten. Wir beschlossen unser Sportzeug rauszulegen und am nächsten Tag  mit von der Partie zu sein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Anstatt dessen gingen wir allerdings Paraglyden. Mit dem Flugschulbesitzer fuhren wir hoch hinauf in die Berge über Mendoza und wurden dort jeweils von einem Trainer übernommen. Dieser schnallten uns wie Kleinkinder vor seinen Bauch in eine komplizierte Gerätschaft ein, in der man tatsächlich recht gemütlich sitzen kann. Auf drei fängt man dann an zu rennen, der Schirm spannt sich auf, man sprintet über die Felskante und .. fliegt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Dann gleiteten wir  25 Minuten über die Berge bis wir am Fuss wieder landeten. Es war unglaublich schön aber der erwartete Adrenalinrausch trat nicht ein, es wäre mir sogar albern vorgekommen bei Abflug zu kreischen, wie ich es mir fest vorgenommen hatte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Immerhin habe ich vorgesorgt und die ganze Zeit über ein Kaugummi gegen Reiseübelkeit gekaut, damit ich nicht, wie einst die arme Theresa auf Mendoza hinunter speibe. Tatsächlich musste ich aber dennoch meinen Trainer bitten, früher hinunter zu gehen, um das Ärgste zu vermeiden. Seltsamerweise hatten wir noch Stunden später wacklige Knie und waren total geschafft.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Auf der Rückfahrt erzählte uns der Flugschulbesitzer er sei bereits in Deutschland gewesen und könne nicht fassen, dass dort keine Argentur anbiete, die Touristen mit 200 Sachen über die Autobahn zu chauffieren, schließlich sei diese Deutschlands Hauptattraktion. Eine Geschäftsidee?</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Zu hause wieder angekommen stellte sich das Problem, dass wir noch zwei Tage totschlagen mussten, bis wir zu Tante Elisabeth nach Chile fahren konnten, da sie Besuch hatte. Während Gawain und Titus in der Stadt bleiben wollten, beschlossen Uschi und ich zu den heißen Thermen von Cacheuta zu fahren. Diese liegen hinter Mendoza in den Anden Richtung Chile und sind beliebter Ausflugsort der schon erwähnten dicken argentienischen Familien. An hunderten Grillplätzen stehen die Väter und passen auf, dass ihre Plautze nicht auf den Rost hängt, während sich die wohlgenährten Muttis bei 30 Grad Außentemperatur in den 36 Grad warmen Bädern kochen lassen. Zeitgleich springen die dazugehörigen Gören immer genau dort ins wasser, wo du gerade dein Buch und deinen Ipod ausgepackt hast. Gott sei Dank gab es auch kalte Becken in die außer uns niemand wollt und so lagen Uschi und ich mehrere Stunden in der Sonne, nur um  Abends mit dem ärgsten Sonnenbrand zurück zu kehren, den mein Rücken je gesehen hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Tag hielten wir es nicht mehr aus und setzten uns in einen Bus Richtung Chile&#8230;.</p>
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		<title>Argentien-Salta, Cachi, Cafayate, Salinas Grandes, Humauaca, Tilcara</title>
		<link>http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/17/41/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 22:12:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Salta etc.]]></category>
		<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Buenos Aires]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Cachi]]></category>
		<category><![CDATA[Salta]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Bus über Corrientes nach Salta und von dort mit dem Leihwagen nach Cachi, Cafajate, Salinas Grandes, Humauaca und Tilcara <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/17/41/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=41&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-171" title="DSC_0051" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0051.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0051" width="300" height="199" /><span id="more-41"></span></p>
<div><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"></p>
<p><span style="color:#ff0000;">Mehr Bilder von Catchi <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=228176&amp;id=813620617&amp;l=08898d0898">hier</a></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">Bilder von Cafajate </span><a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=228134&amp;id=813620617&amp;l=c99815ea3b">hier</a></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;">mehr Bilder von den Salinas Grandes <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=224746&amp;id=813620617&amp;l=7e32f78304">hier</a></span></p>
<p></span></div>
<div><span style="color:#ff0000;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"> mehr Bilder bon Humauaca und Tilcara <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=236698&amp;id=813620617&amp;l=b2db3d1e23">hier</a></span></span></div>
<p><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;">So ihr lieben, hier kommt der nächste. Auch hier  bitte ich euch im Voraus mögliche Fehler zu ignorieren. Im Bus wird schon ohne  Kommasetzung schlecht.</span></span></p>
<div><span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach einer für uns alle recht komfortablen Nacht,  in der nur einmal wieder der arme Titus ob seinen fast zwei Metern Länge kaum  ein Auge zugetan hat, kamen wir zur unwirtlichen Stunde von 6 Uhr morgens in  Corrientes an. Corrientes ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit ca.  300.000 Einwohnern. Ihr Name bedeutet &#8216;Die Stromschnellen&#8217; da sie genau an der  Stelle des Parana liegt, an der sich um sieben Halbinseln, Stromschnellen  bilden.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Touristisch wie wirtschaftlich relativ  unbedeutend, verirrt sich kaum ein Reisender absichtlich hierhin. Das merkten  wir vor allem daran, dass uns auf unserem Stadtbummel ein völlig verzückter 16  Jähriger Deutscher ansprach, der hier seit einem halben Jahr Auslandsaustausch  absaß und glücklich war mal wieder einige deutsche Worte zu hören. Unser Plan  uns wegen mangelnder Freizeitgestaltungsmöglichkeiten Empanadas zu kaufen und  uns am Strand des Parana schlafen zu legen, zerschlug sich durch stundenlange  Regengüsse.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Empanadas sind übrigens kleine Teigtaschen mit  meist Huhn, Hackfleisch oder Käsefüllung, die man in Argentinien an jeder Ecke  findet. Auch in anderen südamerikanischen Ländern gibt es sie- nur oft größer  und manchmal in einer Hülle aus Maisteig. Zur Freude unserer eh schon  strapazierten Hüften werden sie in Argentinien wenigstens nicht fritiert sondern  gebacken.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-177" title="DSC_0296" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0296.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0296" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Zuerst fanden wir Zuflucht in einem Gaucho- Laden-  Gauchos nennen sich in Argentinien die Landarbeiter und vor allem Reiter. Deren  traditionelle Kleidung sind die Bombachas (heißt eigentlich Unterhose)-  Stoffhosen in allen erdenklichen Farben, die etwas pumpig geschnitten sind und  an den Fesseln enger werden. Darüber werden entweder Reiterstiefel getragen oder  Stoffschuhe die den spanischen Espandrillos ähneln. In einem Gaucho-Laden findet  man zudem alles was es zum Polo- spielen benötigt, da hier nicht nur der Sport  äußerst verbreitet ist sondern vor allem der weltweite Polo- Kleidungsbedarf  hauptsächlich von Argentinien gedeckt wird. Außerdem findet man lederne Gürtel,  Taschen und Geldbeutel in allen Farben und Formen, denn wo so viel Fleisch  vertilgt wird, muss es auch Leder im Überfluss geben. Nachdem wir den ganzen  Laden an- und ausprobiert hatten, unser Hunger nach argentinischer  Traditionskleidung getilgt war und der Himmel einmal wieder kurz aufriss,  machten wir uns auf zu unserer nächsten Zuflucht. Sobald die  nächstenRegentropfen fielen, fanden wir im Casino ein Dach über den Kopf. Hier  sitzen bereits früh morgens ein paar trostlose Gestalten die ihre letzten Pesos  auf den Kopf hauen. Mit einem umgerechneten Einsatz von ganzen 1,50 Euro kauften  wir uns großspurig ins Spiel, zwei Minuten später waren diese verloren und wir  standen wieder im Regen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nach einem herrlichen Mittagessen und Leonardo di  Caprios und Kate Winslets Darstellung in &#8216;Solo un sueno&#8217; im örtlichen Kino  (rührende 2 Euro Eintritt) bestiegen wir den nächsten Nachtbus nach Salta.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Salta liegt wie bereits erwähnt im Nord-westen des  Landes, nahe der bolivianischen Grenze in der gleichnamigen Provinz Salta, deren  Hauptstadt sie ist. Mit 600.000 Einwohnern ist sie die achtgrößte Stadt  Argentiniens. Hier findet man vor allem eine schöne koloniale Altstadt, bessere  Preise als im Süden und das beste Eis das ich je gegessen habe. Dulce de leche  Eis mit Dulce de Leche Stücken kann schon einmal zu Eisfrühstück, Mittag- und  Abendessen führen. Neben der Stadt Salta selber, interessierte uns aber vor  allem deren Umgebung. Wir planten ein Auto zu leihen um damit die Provinz  abzufahren.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-120" title="DSC_0011" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0011.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0011" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nun kamen wir aber ersteinmal völlig gerädert in  Salta an und stolperten sofort ins Hostel inklusive Pool zum auschlafen. Dort  empfing uns ein überaus netter Herbergenbesitzer der sofort erklärte, er seie  Koch und man könnte ja miteinander kochen. Später stellte sich heraus, dass er  zwar kochte, wir aber alle Zutaten nach seiner horrend teuren Einkaufsliste zu  besorgen und vor allem zu bezahlen hatten. Seinen Apetit schien das Gefühl  hilfsbedürftige Studenten auszunehmen, nicht zu hemmen. Immer wieder versuchte  er uns dazu zu drängen, für uns kochen zu dürfen, fand später aber Gott sei Dank  neue Opfer. Auf diese Weise finanzierte sich der Fuchs seine gesamte  Abendversorgung. Zudem suchte er ununterbrochen auf penetranteste Weise Kontakt.  Saß man lesend im Garten, stellte er sich daneben und glotzte einem so lange von  hinten in die Seiten, bis man es nicht mehr aushielt und ihn etwas fragte. Und  egal was man fragte, kam er immer wieder darauf, dass er ja getrennt von seiner  Freundin und der Mutter seines Sohnes lebe (den wir auch durchgefüttert hatten)  und eine neue Mami für ihn suche. Dabei hatte er beide Hände mit  druchgestreckten Ellebogen in den Hosentaschen vergraben, wippte nervös von  einem Fuss auf den anderen, druckste herum und kicherte enervierend über seine  eigenen sehr flachen Witze.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Jungs konnten es zwar nicht ganz  nachvollziehen aber Uschi und mir ging der liebe Sebastian wahnsinnig auf die  Empanada.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wenigstens war er sehr einsichtig und hat mir eine  Nacht Reduktion gegeben, als sich herausstellte, dass in meiner Matratze eine  Kolonie Bettwanzen lebte. Die Beweislage war allerdings auf meiner Seite, denn  nachdem ich schon bei Mückenstichen alergisch reagiere, sah ich aus wie eine  Pizza mit allem. Meine ganzen Beine und Arme waren übersäht mit Bissen.  Wahrscheinlich hat er so schnell eingelenkt, damit endlich ich aufhöre, ihm die  betroffenen recht absto0enden Stellen unter die Nase zu halten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Leider begann es an unserem Ankunftstag auch in  Salta zu regnen und dazu bekam Titus eine gehörige Bronchitis.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wenigstens hatten wir hier unser eigenes Zimmer,  nicht wie in Iguazu wo jeden Moment ein besoffener Australier aus dem Bett neben  dir fällt und, da zu betrunken, wimernd auf dem Boden liegen bleibt, bis man  sich seiner annimt. Durch den Wirt lediglich kopfschüttelnd mit &#8216;Boracho&#8217;  (Besoffener) komentiert.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir verbrachten also die nächsten Tage in unserem  eigenen Zimmer im Hostel. Während Gawain und ich am zweiten Tag an unserer  Hausarbeit saßen und Titus sich auskurierte, machte die Uschi sich auf in die  Stadt um Essen zu besorgen. Auf ihrem Weg begegnete sie einem Knäul kämpfender  Hunde, aus dem sich plötzlich ein besonders reudiges Exemplar herauslöste und  angestachelt vom eben gefochten Kampf auf sie zusteuerte (Leider werde ich mit  Worten ihrer sehr anschaulichen und zu ihrem Ärgernis eher lustigen als  beängstigenden Darstellung der Geschehnisse nicht gerecht). Die Uschi, eh schon  vorher überzeugt, sie werde auf dieser Reise einer Hundemeute zum Opfer fallen,  dreht auf dem Absatz um, sprintet gehetzt in die nächste offene Haustür und  schließt sie. Da stand sie also, nass und ängstlich im Wohnzimmer eines ihr  völlig fremden älteren Ehepaars, dem es sleten widerfährt, dass junge Deutsche  Mädchen unangekündigt bei ihnen einfallen. Gott sei Dank zeigten sie viel  Verständnis für Uschis Überfall und ließen sie erst wieder auf dir Straße  nachdem sie sich beruhigt und ein Gebet aufgeschrieben und auswendig gelernt  hatte, dass den heiligen Georg (san Jorge) bittet seine Hunde in Zaum zu halten.  Dies sagt sie seither jedesmal wie ein Mantra auf, wenn ein Hund auch nur daran  denkt sie eventuell anschauen zu wollen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Streunende Hunde sind in Argentinien und vor allem  im Norden des Landes ein ernsthaftes Problem. Überall streuenen sie durch die  Straßen und kommen natürlich nicht immer in Frieden. Ein bißchen fühlt man sich  wie in Entenhausen, überall scheinen Tiere zu sein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Da ich mir nicht sicher war, dass ich so beherzt  zuschlagen könnte, wie es meine Schwester Theresa tat als sie hier von einem  Köter angefallen wurde beunruihgte mich die Tatsache, dass der Gawain die letzte  in Berlin und Umgebung vorhandene Tollwutimpfung bekommen hatte und ich  ungespritzt verreisen musste.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Als es endlich aufgehört hatte zu regnen, stand  ein kleiner, weißer Fiat bereit um uns über Berg und Tal von Salta zu  transportieren. So vertrauensunselig er auch aussah, ging es wenigstens endlich  los. Das leider nur für ein drittel der Truppe. Titus lag immernoch krank im  Bett und beschloss, Sebastian könne ihm weniger schaden als eine Fahrt durch die  Berge. Um das Auto denoch voll zu bekommen, fragten wir zwei Kanadier, d<span style="text-decoration:none;">ie wir zuvor im Bus kennen gelernt hatten, ob sie  uns nicht begleiten wollten bis Titus wieder auf den Beinen sei. Sie taten es.  Erste Station unserer Reise sollte Cachi sein. Ein zweitausendseelendorf das  wohl cachi – von Quechua =</span><span style="text-decoration:none;"> Salz  heißt, da ein nahe liegender glänzender Gipfel für solches gehalten wurde. Das  kleine aber sehr feine Dorf liegt in den Valles Calchaquies, einer Kette  zusammenhängender Täler am Ostabhang der </span><span lang="zxx"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anden"><span style="color:#000000;">Anden. </span></a></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="zxx"><span style="color:#000000;"><img class="alignnone size-medium wp-image-125" title="DSC_0424" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0424.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0424" width="300" height="199" /><br />
</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="zxx"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anden"><span style="color:#000000;"><span style="text-decoration:underline;">Vor allem die  Auffahrt zu dem auf 2.280 Meter hohen gelegenen Ort ist sehenswert. Man fährt  durch alle möglichen Ve</span><span style="text-decoration:underline;">getationsstufen und hat alle fünf Minuten einen  atemberaubenden Blick aus und in die Anden. Damit dieser, dank der Serpentinen  nicht in eine Plastiktüte gerichtet ist, kann man am Straßenrand Kokablätter  kaufen und kauen. Zwar ist der Anbau der Koka- Pflanze verboten, da sie zur  Herstellung von Kokain dient, das Verkaufen und Kauen der Blätter wird jedoch  toleriert- außer als Hilfe gegen Überlkeit, haben diese auch keine Wirkung.</span> </span></a></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Bevor wir allerdings auch  nur angefangen hatten den Berg zu befahren, stellte sich das erste Problem.  Durch den anhaltenden Regen der letzten Tage hatte sich mitten auf der Straße  nicht etwa ein Pfütze, auch nicht ein kleiner See, sonder ein reißender Fluss  quer über den Weg gebildet. Am Straßenrand war bereits eine eindrucksvolle  Sammlung von abgefallenen Nummernschildern zu bewundern und unser kleiner Fiat  schien mehr Sorge vor der Überfahrt zu haben als wir. Zudem kommt, dass die  argentinischen Leihwagenversicherung purer Betrug sind und der Kunde für jeden  kleinsten Schaden zu zahlen hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;"><img class="alignnone size-medium wp-image-128" title="DSC_0459" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0459.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0459" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Nachdem ich die Tiefe des  Flusses gemessen hatte und dabei fast bis zu den Knien in eiskaltem Wasser  stand, war es eigentlich beschlossene Sache, zurück zu fahren. Gott sei Dank  fuhr just in diesem Moment ein anderer Kleinwagen ohne Skrupel an uns vorbei  über den Jordan und auf die andere Seite. Was der konnte können wir schon lange  und weiter gings.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Witzigerweise stellte sich  später heraus, dass die Straße auch als Marie (meine Schwester) und Amelie (meine Cousine) vor einem Jahr diese  Strecke fuhren genau dort überflutet war. Die Bilder dieser beiden todesmutigen  Schwestern ähneln sich auf jeden Tropfen Wasser.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;"><img class="alignnone size-medium wp-image-132" title="DSC_0075" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0075.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0075" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Angekommen in Catchi  bewunderten wir nicht nur die hübsche Architektur des Ortes, für die damals  hauptsächlich Jesuiten verantwortlich waren, sonder auch einen etwas versteckten  und durch Zufall entdeckten Friedhof. Dieser war über und über mit den den  absurdesten und buntesten Plastikblumen übersäht und viele der Gräber waren  bemahlt oder mit Acsesoires wie kleinen Püppchen versehen. Neben den &#8216;normalen&#8217;  Gräbern gab es einfache Steinhaufen, kleine Mausoleen und Betonquader mit  einzelnen Fächern auf denen manche mit &#8216;Reservado&#8217; gekennzeichnet sind.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;"><img class="alignnone size-medium wp-image-135" title="DSC_0599" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0599.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0599" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Ein weiteres Steak später  verließen wir Catchi wieder um unsere Rückfahrt nach Salta anzutreten.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Dort angekommen mussten wir  leider feststellen, dass Titus immernoch krank und nicht in der Lage war zu  reisen. Also nahmen wir wieder Michael und Jessy mit auf die Fahrt. Diese führte  uns diesmal nach Cafayate. Auch diese Stadt liegt in den Valles calchaquies,  diesmal aber auf 1630 Metern Höhe und ist vor allem für ihren Wein bekannt, den  man sich dort sogar als Eis zu Gemüte führen kann.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Mit knapp 12 Tausend  Einwohnern ist Cafayate immernoch recht klein aber dafür sehr hübsch und ein  beliebtes Touristenziel. Hier blieben wir über Nacht. Gawain war besessen von  der Idee die Ruinen von Quilmes zu sehen, welche ca. 60 Km außerhlab von  Cafayate in der Provinz Tucuman liegen. Diese alte Befestigungsanlage wurde vom  gleichnamigen Indianerstamm gebaut um sich gegen angreifende Spanier zur Wehr  setzen zu können. Das hört sich zwar alles sehr spannend an, ist es leider aber  kaum. Zu sehen sind ein paar Steinmauern die, nachdem sie noch nicht einmal so  besonders alt sind, völlig charmelos in der Landschaft stehen. Eine  Touristenfalle ist es dazu.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;"><img class="alignnone size-medium wp-image-142" title="DSC_0130" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0130.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0130" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Sehr viel spannender war  hingegen die Fahrt dorthin. Als wir aus Cafayate hinaus, an einer Tankstelle  vorbei fuhren sagte die so verantwortungsbewusste Louisa: &#8216;kommt, lasst uns doch  noch tanken, bevor da keine mehr kommt&#8217; aber hat jemand auf mich gehört? Nein,  denn wo drei Männer in einem Gefährt mit Motor sitzen wird an solch mädchenhafte  Lapalien kein Gedanke verschwendet.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie es also so kommen musste, gab es nichts außer  Kühe auf dem Weg nach Quilmes und als wir endlich ein anderes Auto gefunden und  angehalten hatte, verkündete der Fahrer, die nächste Tankstelle wäre ca. 20  Kilometer in eine andere Richtung. Da wir für genau 20 km Sprit hatten und  Cafayate bereits mehr als 30 Kilometer hinter uns lag, wurde also abgebogen.  Mein heimlicher Triumph wurde von meinem nicht so geheimen genervt sein  überschattet in dem mir die Uschi solidarisch bestand. Wenigstens aber war die  Tankstelle interessanter als später die Ruinen von Quilmes. Mitten in der Pampa  hatte sich hier jemand ein kleines Tankstellenschloß gebaut, dass zudem  Treffpunkt aller 3,5 Einwohner im Umkreis der nächsten 100 Kilometer war.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Quilmes war wie gesagt enttäuschend, vor allem  weil unsere Führerin nicht die geringste Möglichkeit gab, ihr schnelles und  undeutliches Geplapper zu verstehen und wir ungeführt über die Steinreste  stolperten die vielleicht sonst ganz interessant gewesen wären.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zurück in Cafayate deckten wir uns ein weiteres  Mal mit Artesania ein. Artesania nennt man örtliche Handwerksprodukte in  Latainamerika- Stoffe, Kleider, Schmuck, Taschen, Schüsseln, Hängematten&#8230;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Tag trug uns Hanibal -Hector, unser  mittlerweile getauftes Auto, zurück nach Salta. Vorbei an einer atemberaubenden  Landschaft die ein bißchen ausschaut wir in einem Western. So, wie ich mir Teile  Nordamerikas vorstelle in denen ich noch nicht gewesen bin.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Teil dieses Wild- West Gefühls ist auch der-  Dagenta del diabolo- der Schlund des Teufels-, eine riesige Felsspalte in die  man hineinklettern kann, für die Kamera posiert und dann weiterfährt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-144" title="DSC_0852" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0852.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0852" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Für einige Stunden stoppten wir auf dem Weg zurück  noch am Cabra Corral  See um ins Wasser zu springen und dicken argentinischen  Familien beim Grillen zu zuschauen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">An einem kleinen Kiosk kauften wir uns eine Runde  Empanadas und einmal wieder wurde uns bewiesen, dass offensichtlich kein  Argentinier rechnen kann. Erst brachte die Köchin zu wenig, dann zuviel, dann 9  anstatt 6 bestellten Käse-empanadas und 6 anstatt der 9 mit Fleisch und nachdem  sie verkündete nun alles richtig zu haben, stellte sich heraus, dass in allen  Kartoffeln waren. Zwischendurch zückte sie dann immer wieder den Taschenrechner,  der hier auch gerne mal benutzt wird um 2+3 auszurechnen oder im Falle des  Hostels in Iguazu 10% von 100 Pesos. Wenn sie dann alles in das arme Gerät  hinein gehackt hatte, zeigt sie uns das Display nickte eifrig, schaute dann  selber noch einmal näher hin, schüttelte den Kopf und verschwand wieder in der  Küche.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir saßen während dessen draussen und schauten  Telenovelas. Das sind die südamerikanischen Seifenopern von den es unendlich  viele zu geben scheint. Wenn jemand glaubt, &#8216;Verbotene Liebe&#8217; sei schlecht, hat  er das hier noch nicht gesehen. Ein solches Ausmaß an abgrundtief schlechten  Schauspielkünsten, miserabler Kameraführung und völlig sinnfreien Dialogen ist  mir noch nie untergekommen. Außerdem weinen oder schreien sie ununterbrochen und  machen darin nur eine Pause um hämisch über einen eben ausgeheckten Plan zu  lachen, der vorsieht, der Mutter des Vaters der Cousine den jungen Liebhaber  auszuspannen, ihr Geld zu klauen und damit eine Beautyfarm aufzubauen die  eigentlich eine Geldwäscherei ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Denoch hoch amüsant und wahrscheinlich mitschuld  an der Rechenschwäche der Argentinier.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wieder in Salta angekommen, stellten wir fest,  dass Titus genesen war und verabschiedeten uns von unseren mittlerweile sehr  lieb gewonnenen Kanadiern, die nun weiter nach Bolivien reisen wollten. Dort,  hatte man ihnen erzählt, gäbe es ein Gefängniss durch das man sich von Insassen  führen lassen könnte. Angeblich wäre es aufgebaut wie ein kleines Dorf mit  Läden, Werkstätten und Bars. Man kann sich dort sogar Wohnungen kaufen, sollte  aber Nachts nicht dorthin kommen, denn dann sei es gefährlich.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Als Andenken hinterließen die beiden uns eine CD,  die sie sich in Cafyate gekauft hatten und die uns seit dem beigleitete. Auf dem  Cover abgebildet war eine leichtbekleidete Amazone die sich in einem  Leopardenbikini in der Brandung räkelt und keines der auf der Rückseite  angegebenen Lieder war tatsächlich auch auf der Cd zu finden. So hörten wir über  Stunden Modern Talking und ähnlich Abgründiges- immernoch erträglicher als  argentinischer Pop, der hier die Radiostationen regiert. Unser Lieblingslied  wurde schnell &#8216; Touch by Touch&#8217; von den östereichischen Keyboard Virtuosen  &#8216;Joy&#8217;. Mit Zeilen wie &#8216; skin to skin, come under my cover- touch by touch you&#8217;re  my all- time Lover&#8217; begleitet von Helicoptergeräuschen und anderen funky sounds,  brachten sie die Stimmung in unserem kleinen Fiat zum Überkochen.&#8217;Joy&#8217; wirt  zugegebenermaßen noch absurder, wenn man sie durch die Argentinischen Berge  fahrend hört, während Gauchos und Kühe einen ungläubig anglotzen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">So sollten sie uns also auch noch weiter auf  unserer Tour zu den Salinas Grandes, den großen Salzwüsten, begleiten.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-148" title="DSC_0035" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0035.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0035" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Wir hatten vor erst dorthin zu fahren,  anschließend eine Nacht im weiter gelegenen Humahuaca zu verbringen und von dort  früh morgens nach Iruya aufzubrechen um dann wieder komplett nach Salta zurück  zu fahren.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Auf unserer Fahrt Richtung Salzwüste und auf den  Salinas selber nahmen wir uns ein Beispiel an Joy und drehten einige Musikvideos  zu unserem neuen Lieblingssong. Keiner von euch noch eine andere lenbende Seele  wird sie jemals zu Gesicht bekommen- höchstens Joy höchstpersönlich, falls sie  noch nicht im Pophimmel sind.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Salinas Grandes del Noroeste liegen im  Grenzgebiet der Provinzen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salta_%28Provinz%29"><span style="color:#000000;">Salta</span></a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jujuy_%28Provinz%29"><span style="color:#000000;">Jujuy</span></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Departamento_Cochinoca"></a>in einem Hochtal  auf etwa 3.450 m über dem Meeresspiegel. Vor ca 5 bis 10 Millionen entstand der  etwa 820 km² große See durch tektonischer Veränderungen am Ostabhang der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anden"><span style="color:#000000;">Anden</span></a>.  Die meist aus Natriumchlorid bestehende Salzschicht der Salinas ist 30  Zentimeter dick und man kann gemütlich mit dem Auto darauf fahren. An manchen  Stellen entstehen Löcher, in denen sich Wasser sammelt Abzuraten ist hier mit eh  schon schmerzenden Wanzenbissen am Knöchel hinein zu steigen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Fährt man mit dem Auto über den letzten Hügel vor  den Salinas beißt einem diese riesige weiße Fläche in den Augen und steht man  ersteinmal darauf, kann man förmlich spüren wie einem die Reflexion die Haut  brät.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-149" title="DSC_0003" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0003.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0003" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Das schöne ist, dass es so groß ist, dass man  keine Menschenseele sehen muss, wenn man nicht möchte. Außerdem kann man mit dem  Auto auf das Salz fahren und so richtig ordentlich heitzen um anschließend mit  Vollbremsung und Handbremse über die Wüste zu slyden. Dabei kommen einem 60 km/h  vor wie 200 und links und rechts ist nichts, was einen gefährden könnte. Das  Hanibal Hektor schneeweiß ist, machte die Bilder von unserer Raserei noch  besser.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Fleißig in der Tradition aller anderen  Salinasbesucher machten wir natürlich noch Hüpfbilder. Nachdem Vorder und  Hintergrund einfarbig weiß sind, sieht es us als spränge man wahnsinnig hoch.  Diese und alle anderen Bilder kann sich jeder von euch gerne auf Facebook  ansehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nachdem genügend Fotomaterial besammen war und uns  langsam der Kopf von all dem Weiß schwirrte, fuhren wir weiter nach  Huhmauaca.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-153" title="DSC_0182" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0182.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0182" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Huhmauca liegt im Nordwesten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien"><span style="color:#000000;">Argentiniens</span></a>, im Norden der Provinz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jujuy_%28Provinz%29"><span style="color:#000000;">Jujuy</span></a> und ist die Hauptstadt des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Departamento_Humahuaca"><span style="color:#000000;">Departamento Humahuaca</span></a>. Sie hat mitsamt ihrer Vororte  etwa 15.000 Einwohner, von denen ein Großteil von den Ureinwohnern der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kolla"><em><span style="color:#000000;">Kollas</span></em></a> und <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Omaguaca&amp;action=edit&amp;redlink=1"><em><span style="color:#000000;">Omaguacas</span></em></a> abstammen. Die Stadt wurde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1591"><span style="color:#000000;">1591</span></a> und  war bis Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiges Handelszentrum des sogenannten  Alto Perú. .Hier sehen alle Menschen noch mehr als auch schon bereits in Salta  sehr bolivianisch- indianisch aus und sind häufig in traditionelle, bunte Stoffe  gekleidet. Zwischen den Lehmhütten finden sich viele schöne Kolonialhäuschen und  als wir nach Internet fragten, wurden wir schallend ausgelacht.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-157" title="DSC_0359" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0359.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0359" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Morgen versuchten wir einen Bus nach  Iruya zu bekommen, da dorthin nicht mit dem Auto gefahren kann. Es stellte sich  heraus, dass der Bus hin und zurück 6 Stunden brauchen würde, was uns keine Zeit  ließe, pünktlich zurück nach Salta zu kommen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir waren darüber vor allem deswegen ziemlich  verärgert, weil uns Sebastían, der Herbergsbesitzer, gesagt hatte &#8216; ihr fahrt  mit dem Auto nach Huhmauca, steigt da in den Bus nach&#8230; schaut es euch an und  kommt wieder&#8217;. Das hörte sich für uns nach max 1 ½ Stunden an. Seltsamerweise  haben Argentinier ein ungewöhnliches Zeitverständniss, so dass man bei jeder  Angabe noch einmal das doppelte draufsetzten muss um bei einer realistischen  Einschätzung anzukommen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-163" title="DSC_0186" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0186.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0186" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">So fuhren wir also uverichteter Dinge zurück nach  Salta, schauten uns auf dem Weg noch Tilcara, ein Huhmauca sehr ähnliches  Dörfchen, an und reisten am nächsten Tag weiter nach Mendoza.</p>
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<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/17/41/dsc_0035/' title='DSC_0035'><img data-attachment-id='42' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0035.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0035" title="DSC_0035" /></a>
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<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/17/41/dsc_0607/' title='DSC_0607'><img data-attachment-id='47' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0607.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0607" title="DSC_0607" /></a>
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		<title>Argentinien/Brasilien- Iguazu</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 18:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>louisaloewe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iguazu]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Reise ging also los in Richtung Puerto Iguazu an der brasilianischen Grenze. Dafür bestiegen Titus, Gawain, Adelaida und ich früh morgens einen Bus. In Argentinien bewegt man sich hauptsächlich mit Bussen vorwärts, da das Bahnsystem recht bescheiden ist und &#8230; <a href="http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=louisaloewe.wordpress.com&amp;blog=8150180&amp;post=1&amp;subd=louisaloewe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Reise ging also los in Richtung Puerto Iguazu an der brasilianischen Grenze. Dafür bestiegen Titus, Gawain, Adelaida und ich früh morgens einen Bus. In Argentinien bewegt man sich hauptsächlich mit Bussen vorwärts, da das Bahnsystem recht bescheiden ist und Autos sehr teuer sind. Die argentinischen Busse bedienen zu unserer Erleichterung aber kein einziges südamerikanisches Klischee. Sie sind sehr sauber, verfügen über Fernseher und man kann verschieden Komfortklassen buchen. Semi cama, cama ejicutivo und cama sind Sitze verschiedener Neigungsgrade, bis hin zu  360. Leider bedienen mittlerweile auch die Preise keine Südamerika Backpackerträume, heißt sie sind in den letzten Jahren um fast 50 Prozent gestiegen. Außerdem scheinen argentinische Busfahrer zu meinem Leidwesen ein Fabel für besonders miese Filme zu haben, die zwar wenigstens in englisch mit Untertitel laufen aber dafür über Lautsprecher. Es gibt also kein Entrinnen. Wenn er erst einmal – das Schwiegermonster- eingelegt hat kann man zwar versuchen nicht hinzuschauen, Jennifer Lopez&#8217; unerträgliche Stimme begleitet dich jedoch ob du nun willst oder nicht. Als ich jedoch einmal einen Blick in die DVD- Sammlung des Busfahrers  warf , war ich fortan nur dankbar, dass er nicht seine &#8216; fantsias adultes&#8217; Kollektion mit uns teilte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">In manchen Bussen gibt es sogar ein mehr oder weniger ertragbares Essen, in den meisten ist es allerdings selbst für mich, die eine perverse Vorliebe für Flugzeugessen an den Tag legt, ungenießbar und es empfiehlt sich Proviant mitzunehmen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-118" title="IMG_6753" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/img_6753.jpg?w=300&#038;h=225" alt="IMG_6753" width="300" height="225" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Im Falle einer Grenzüberfahrt kann das allerdings dazu führen, dass man noch in der Zollwartehalle innerhalb von zehn Minuten fünf Kilo Bananen und Äpfel vertilgen muss. Es ist verboten in südamerikanische Länder Essen einzuführen und schließlich hat man teure Peso dafür hingelegt. Am liebsten sind mir jedoch die Stewards, deren bestes Exemplar Daniel war. In einem sehr schlecht aufgesetzten amerikanischen Akzent und einem noch schlechteren Englisch führte er unsere Fahrt mit den Worten:“ All you need to remember is, that my name is Daniel and I will kick your ass out the bus, if you touch my hot water&#8217; ein ; knapp gefolgt von der Bitte :“ You can use the toilet, but you can&#8217;t go solid- tell me or the busdriver if you need to go solid, we will let you out somewhere&#8217; – jede Aussage gefolgt von histerischem Gekicher seinerseits und verständnisslosen Blicken unsererseits. Noch lustiger wurde es als Adelaida und ich versuchten durch flirten auf die noch freien erste Klasse Plätze zu gelangen. Die ungewaschenen aber immerhin blonden und damit immer effektiven Haare wurden aufeschüttelt und ich machte ihm klar, dass es unverantwortlich war, so zarte deutsche Wesen auf solch ungastlichen Sitzen zu lassen, wenn doch unten etwas frei sei. Daraufhin wurde sein Akzent noch dicker und sein Lachen noch hysterischer und er fragte, was er dafür bekomme. Eine schwarzwälder Kirschtorte zum Geburtstag irgendwann einmal, überzeugte ihn. Sein Kichern blieb  ihm dann allerdings schnell im Hals stecken, als die erste Klasse gebuchten Passagiere zu stiegen und er zwischen der Pflicht und dem festen Willen eine Deutsche Frau zu finden hin und her gerissen war. So bekamen wir ihn dann dazu von einem freien erste Klasse Platz zum wieder nächsten freigewordenen um zuziehen. Am Ende war er fertig mit den Nerven und froh uns endlich loszuwerden, blonde Haare hin oder her.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Man verbringt also futternd, glotzend, schlafend und Steward ärgernd die bis zu 24 stündigen Busfahrten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Im Falle unserer ersten Reise nach Iguazu sollten dies 15 Stunden sein. Als ich jedoch nach mehreren Stunden Nachtruhe meine Schlafbrille von den Augen zog und mich darauf freute in knapp einer halben Stunde in Iguazu anzukommen um an unserem Hostel- Pool Stellung zu beziehen, war der Schrecken groß. Offensichtlich hatten wir 9 Stunden lang mit zusammengebrochenen Motor am Straßenrand gestanden und rollten erst wieder seit wenigen Minuten. All das hatte ich in der löwensteinschen Totenstarre verratzt. Für eine deutsche, recht und Ordnung liebende Seele wie mich, war es natürlich auch noch unverständlich, wie gelassen die Passagiere unseres Luxusbusses blieben. Wollte denn niemand jemanden anzeigen oder rausschmeißen oder wenigstens mit der Beendigung seiner Busfahrerkariere drohen?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zumindest ein Klischee, dass sich bestätigte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Später allerdings beschloss  tatsächlich ein älterer Herr einen Beschwerdebrief aufzusetzen, den alle zu unterschreiben hatten, damit wir vielleicht an Gutscheine kämen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">In diesen 9 Extrastunden, gefüllt durch platte Hollywoodkomödien und einen Raststättenschmaus auf Kosten der Busgesellschaft lernten wir Claudia kennen. Claudia kommt aus Cordoba/Argentinien, ist zur Freude der Jungs sehr nett anzuschauen und spricht ausschließlich Spanisch. Perfekt für unsere ambitionierten Fremdsprachenpläne. Zu diesen ist zu sagen, dass ich vor langer langer Zeit einmal Spanischunterricht in der Schule hatte und nach dem Abitur einen sehr nutzlosen Monat auf Mamis und Papis Kosten in Madrid mit ausschließlich Deutschen Freunden in Nacht für Nacht in  madrilenischen Clubs verbracht hatte, deren Nachwehen am nächsten Tag in der Spanischschule ausgeschlafen wurden. Titus hatte bereits ein ein halb Jahre in Sevilla verbracht und weist einen beträchtlichen Wortschatz, allerdings nur die nötigste Grammatik und eine Weigerung der richtigen Aussprache auf, während Gawain kein Wort Spanisch spricht aber munter aus seinem französischen Vokabular schöpft und unerklärlicher Weise immer wieder italienische Wörter einfädelt, das er genauso wenig spricht wie Spanisch. Oft bekommt er damit was er will´, so mancher ist jedoch seinem franco-italiano spanisch nicht gewachsen – &#8216;scusi yo parlar no espagnol- veuler mangar&#8217;.  Abgesehen davon ist sein Name, der schon für Deutsche schwer zu merken ist, für Spanischsprachige so unaussprechlich, dass aus Gawain oft Kevin wurde. Um dem vorzubeugen haben wir noch in Buenos Aires am Falklandinselkriegsdenkmal den Namen eines gefallenen argentinischen Kriegshelden ausgesucht. &#8216;Fausto&#8217; schien angemessen. Adeleida deren Name uns wiederum zu umständlich war, wurde in Uschi umgetauft, was sie Anfangs zu boykotieren versuchte. Wir gaben ihr die &#8216;Heidi&#8217;- Option und sie nahm dankend Uschi an. Sie hatte erst wenige Wochen Spanischunterricht in BA hinter sich, besitzt jedoch den sturen Willen besser zu werden und mit jedem zu sprechen, der genügend Geduld aufweist. Ich hatte wenig Probleme kontaktfreudige Argentinier zu finden, da ich mein Boca- Tshirt trug, das ich mir aus Durchnässungsgründen nach dem Fussballspiel gekauft hatte. Dieses Hemd ist so gut wie ein argentinischer Pass. In blau- gelb sind alle Brüder und Schwestern mit dem gleichen geliebten Vater, dem Fußball.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-123" title="DSC_0070" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0070.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0070" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Als wir nun endlich spät Abends in Iguazu eintrafen, nahmen wir Claudia ins Schlepptau, verabredeten uns mit weiteren Buspassagieren für den nächsten Tag zu einem Beschwerdesturm auf die Busgesellschaft und suchten unser Hostel auf. Da es aber keinen Platz mehr für Claudia in der Herberge gab, nahmen wir sie christlich in unserer Ritze auf. Dafür sollte sie uns später auf ewig lieben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Tag versuchten wir vergeblich unser Geld zurück zu verlangen, allerdings bot sich einer unserer Mitpassagiere an, uns mit seinem Auto zu den Wasserfällen auf brasilianische Seite zu fahren.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-127" title="DSC_0036" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0036.jpg?w=199&#038;h=300" alt="DSC_0036" width="199" height="300" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Die Wasserfälle von Iguazu sind von der argentinischen sowie der brasilianischen Seite zugänglich. Der Iguazu bildet sich aus den beiden Flüßen Atuba und Irai und fließt später in den Parana auf dessen Delta wir nahe Buenos Aires geschippert sind. Iguazu bedeutet in einer alten indianischen Sprache so viel wie &#8216;großes Wasser&#8217;- warum liegt wohl auf der Hand. Die Iguazu Fälle sind die breitesten Wasserfälle der Welt. Der Großteil der Fälle liegt auf argentinischem Seite auf der auch der Teufelschlund- Garganta del Diablo- liegt. Auf den 2.700 m der Gesamtfläche der Fälle fallen alle zwei Stufen  ca.1.700 m³/s die bis zu 75 m hohen Felsen hinab. Die jeweiligen Nationalparks sind Teil des UNESCO Welt naturerbes und Heimat der erstaunlichsten Tierarten. Darunter sehr herzige Nasenbären und äußerst widerliche Riesenspinnen. Auf der brasilianischen Seite findet man die Stadt Foz do Iguazu während  in Argentinien der Ort Puerto Iguazu liegt, in dem wir unser Lager aufgeschlagen hatten.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-130" title="DSC_0111" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0111.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0111" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Puerto Iguazu ist eine von Backpackern völlig überlaufene Kleinstadt voller Bars, Restaurants und Hostels. Schon dort wurde mir klar, dass ich, auch wenn ich temporär zu ihnen gehöre, wenig mit der Spezies Backpacker gemein habe. Die meisten, die ich bis jetzt kennen gelernt habe sind entweder eher ungepflegte Gesellen oder flip-flop beschuhte, kettchentragende surferboys die nur gemein haben, dass sie sich egal wo sie sich befinden endlos besaufen und mit Einheimischen nur in Verbindung treten, wenn diese großbusig sind und ihnen ob ihrer blonden Haare das Gefühl geben anziehend zu sein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gott sei Dank gibt es  natürlich  Ausnahmen. Abgesehen davon habe ich dass Merkmal des Backpackings, den Backpack als veraltet entlarvt. Überall wo wir bisher waren, wäre man hervorragend und durchaus komfortabler mit einem Rollkoffer weitergekommen. Zudem muss man, hat man nicht Gawains experten Frontlader, immer den gesamten Inhalt seines Rucksacks ausladen um an das gewünschte Kleidungsstück zu gelangen. Das ist Anbetracht der Tatsache, dass man an den meisten Orten nur wenige, wenn nicht nur einen Tag verbringt, äußerst mühsam. Wenn man systematisch alle selten genutzten Dinge zu unterst stopft muss man mit den Alpträumen leben, dass sich wohl möglich bereits nach wenigen Tagen Hostelaufenthalt eine Kolonie von Ungeziefern in deinem neuen Samstag Abend Ausgeh- Superheldendress heimlich gemacht hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-134" title="DSC_2269" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_2269.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_2269" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Vor allem ist es mir aber unmöglich den dämlichen Rucksack ohne fremde Hilfe auf meine geplagten Rücken zu hiefen und ist er einmal dort oben, drohe ich jeden Moment um zufallen und hilflos wie ein Käfer mit den Beinchen zu zappeln. Nächstes Mal also Rollkoffer. Was bin ich dann?  Ein Rollpacker?</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Zurück zu den Wasserfällen. Angekommen auf brasilianischer Seite, waren wir erst einmal entzückt über die Tatsache, den gleichen Preis wie Einheimische zahlen zu müssen. Nach einem eher langweiligen Waldspaziergang, der einem durch die Anpreisung von mehr als zweitausend Grüntönen schmackhaft gemacht werden sollte, kamen wir endlich an die Wasserfälle. Diese sind wirklich besonders überwältigend. An mehreren Ecken des gesamten Panoramas fließen unfassbare Mengen in einen darunter liegenden reißenden Fluss, während um deine Beine Nasenbären wuseln. Leider wuseln aber auch massenhaft Japaner mit glühendem Fotofinger um einen herum, was die Idylle ein wenig stört. Seltsamerweise haben wir diese Unmassen von Asiaten weder vorher noch nachher noch einmal gesehen. Entweder sie legen in Iguazu ihre Eier oder in der Nähe befindet sich ein Japanerfriedhof.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nachher fuhren wir mit dem Bus nach Foz di Iguazu und setzen uns in einen deutschen Biergarten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Als uns später unser Busfreund wieder abholte, war er ganz außer sich. Offensichtlich ist Foz do Iguazu noch vor Rio die gefährlichste Stadt Brasiliens. Auf deutschem Terrain haben wir davon Gott sei Dank nichts gespürt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Tag machten wir uns noch auf zur argentinischen Seite, die sich außer den nun teureren Touristenpreisen und einer kleinen Schwimminsel nur wenig von der brasilianischen unterschied. Genauso wie Drüben habe ich meinen Lebtag noch nicht so geschwitzt wenig so beeindruckende und schöne Dinge gesehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone size-medium wp-image-138" title="DSC_0125" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0125.jpg?w=300&#038;h=199" alt="DSC_0125" width="300" height="199" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Am Tag darauf nahmen wir einen Nachtbus nach Corrientes um dort den Tag zu verbringen und wieder einen Nachtbus nach Salta in der gleichnamigen Provinz im Nordwesten Argentiniens nahe der Bolivianischen Grenze zu nehmen&#8230;.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
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<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/dsc_0019/' title='DSC_0019'><img data-attachment-id='34' data-orig-size='2000,3008' data-liked='0'width="99" height="150" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0019.jpg?w=99&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0019" title="DSC_0019" /></a>
<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/dsc_0031/' title='DSC_0031'><img data-attachment-id='35' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0031.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0031" title="DSC_0031" /></a>
<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/dsc_2373/' title='DSC_2373'><img data-attachment-id='36' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_2373.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_2373" title="DSC_2373" /></a>
<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/dsc_0018/' title='DSC_0018'><img data-attachment-id='37' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/06/dsc_0018.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0018" title="DSC_0018" /></a>
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<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/dsc_0070/' title='DSC_0070'><img data-attachment-id='123' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0070.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0070" title="DSC_0070" /></a>
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<a href='http://louisaloewe.wordpress.com/2009/03/06/hello-world/dsc_0111/' title='DSC_0111'><img data-attachment-id='130' data-orig-size='3008,2000' data-liked='0'width="150" height="99" src="http://louisaloewe.files.wordpress.com/2009/03/dsc_0111.jpg?w=150&#038;h=99" class="attachment-thumbnail" alt="DSC_0111" title="DSC_0111" /></a>
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